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Handball-WM: Oldenburg erhält Zuschlag

Die große EWE-Arena in Oldenburg wird Austragungsort für die Frauenhandball-Weltmeisterschaft 2017.

Die große EWE-Arena wird Austragungsort für die Frauenhandball-Weltmeisterschaft 2017.
Foto: Stadt Oldenburg

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Oldenburg (ohm) – Oldenburg wird Spielort der Frauenhandball-Weltmeisterschaft im Dezember 2017. Alle Spiele finden in der großen EWE-Arena statt. Einzelheiten gab heute der Deutsche Handballbund (DHB) in einer Pressekonferenz in Leipzig bekannt. Parallel sprachen Jan Wartemann, Chef der Weser-Ems Hallen, und der Bremer Vermarkter Thomas Gerster zu Oldenburger Medienvertretern.

Das Wichtigste zur Handball-WM

  • Oldenburg erhält eine Vorrundengruppe mit höchstwahrscheinlich einem skandinavischen Gruppenkopf. Eine Gruppe mit Beteiligung der deutschen Mannschaft sei, so Gerster, nicht zu bezahlen gewesen. Deutschland wird in Leipzig spielen.
  • Eine Gruppe besteht aus sechs Mannschaften, vier davon erreichen das Achtelfinale. In der Arena gespielt werden also 15 Partien an fünf Tagen. Stattfinden werden die Spiele voraussichtlich gegen 11, 17 und 19 Uhr. Die Idee hinter den Vormittagsspielen: Gerster will sie für Schulklassen und Sportvereine reservieren. Fünf Euro soll ein Ticket im Verbund kosten. Die Doppel-Veranstaltung am Abend könnte nach derzeitigem Stand 18 bis 35 Euro kosten, mit Sponsorenhilfe will Gerster den Eintrittspreis noch senken, sagte er.
  • 4000 Zuschauer will Gerster bei jedem Spiel auf den Tribünen sehen. Platz wäre in der großen EWE-Arena bei Handballspielen für 5250 Zuschauer. Zweimal bereits fanden Länderspiele in der großen Arena statt: Die deutschen Frauen spielten gegen die Ukraine vor 3500 Besuchern, die Männer gegen Polen vor ausverkauftem Haus. „In dieser Region gibt es ein Handball-Gen“, sagt Gerster. „Und das wollen wir wecken.“
  • Veranstalter ist einzig und allein Thomas Gerster selber, der bereits die Spiele in Bremen der Männer-WM 2007 erfolgreich vermarktete. Die Weser-Ems Hallen, anfangs noch als Co-Ausrichter im Boot, wollten das Risiko nicht mittragen.
  • Teamhotel für alle sechs Mannschaften wird vermutlich das den Hallen benachbarte City Club Hotel (CCH) werden. Ohnehin versprach Gerster in seiner Bewerbung an den DHB eine WM der kurzen Wege. Denn ihre täglichen Trainingseinheiten werden die Mannschaften in der kleinen EWE-Arena absolvieren können. Gerster: „So einen perfekten Spielort hat keine Stadt.“
  • Die drei weiteren Gruppen werden in Leipzig (mit Deutschland), Bietigheim und Trier ausgespielt. Magdeburg soll Austragungsort eines Achtelfinals mit deutscher Beteiligung werden. Ein mögliches Viertelfinale mit Deutschland findet in Leipzig statt. Halbfinale und Finale werden in der 12.500 Zuschauer fassenden Barclaycard Arena Hamburg ausgetragen.
  • Der Weltverband IHF wird voraussichtlich im Februar alle vom DHB vorgeschlagenen Arenen begutachten. Erst dann können die Spielorte final bestätigt werden. Das Turnier findet in der Zeit vom 1. bis zum 17. Dezember 2017 statt.

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