Niedersachsens Agrarministerin zieht gemischte Bilanz nach Agrarministerkonferenz
Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte hat ein durchwachsenes Fazit der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bayern gezogen. Während drohende Kürzungen von Bundesfördermitteln für die Agrarstruktur und den Küstenschutz in diesem Jahr abgewendet werden konnten, setze sich die Tendenz einer kurzfristig ausgerichteten Agrarpolitik zulasten von Umwelt-, Klima- und Tierschutz fort, teilte das Ministerium mit.
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Staudte kritisierte, dass viele schweinehaltende Betriebe mit hohen Investitionskosten nach dem Aus eines Bundesprogramms alleingelassen worden seien.
Enttäuschend sei zudem, dass ein niedersächsischer Antrag für einen freiwilligen Lieferverzicht mit finanziellem Ausgleich für Milchbauern keine Mehrheit fand. Einig war sich die Konferenz hingegen darin, den Bund aufzufordern, das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz zügig voranzubringen.
Beim Düngerecht wurde ein Konsens gefunden, verursachergerechtere Ansätze zu suchen.
Die Ministerin begrüßte einen Beschluss für Gentechnikfreiheit und warnte vor den Risiken der Patentierung gentechnisch veränderter Organismen. Die AMK habe den Bund gebeten, sich für ein vollständiges Verbot von Patenten auf Pflanzenmaterial einzusetzen, um Monopolbildungen zu verhindern.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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