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Laumann will bei Pflegereform häusliche Pflege stärken

via dts Nachrichtenagentur

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) drängt darauf, bei der geplanten Pflegereform die häusliche Betreuung zu stärken.

„Mir ist bei der ganzen Geschichte eine Sache wichtig: Dass wir vor allen Dingen die häusliche Pflege im Blick haben“, sagte er dem MDR. 85 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland seien nicht in Heimen, sondern sie seien zu Hause. Und man wisse sehr genau, dass man die Versorgung der Menschen ohne die häusliche Pflege gar nicht sicherstellen könnte. „So viele professionelle Pflegekräfte kann niemand besorgen, wie man bräuchte, wenn man diesen Bereich nicht stabil hält.“ Und es sei zudem auch die Form der Pflege, die sich die allermeisten Leute wünschten.

Mit Blick auf eine mögliche Anpassung der Pflegegrade versuchte der Minister, zu beruhigen. Bei einem Teil der Pflegegrade würden die Kriterien etwas nach oben gezogen, bevor man diese Pflegegrade erreicht. Aber wenn eine Reform gemacht werde, werde alles nur für die Zukunft sein und nicht für die Vergangenheit, so Laumann.

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2 Kommentare

  1. Uta Bergmann
    21. Dezember 2025 um 17.44 — Antworten

    Dann sollte er mal etwas für die pflegenden Angehörigen tun. Viele sind von Bürgergeld abhängig, und wenn sie noch etwas für ihren Lebensunterhalt arbeiten können – flexibel und selbstständig, da kein Arbeitgeber diese zeitlichen Unsicherheiten mitmacht – dann müssen Sie auch noch doppelte KV- und RV-Beiträge bezahlen, nämlich den AN- und den AG-Anteil. Außerdem müsste es ein Netz von Vertretungspersonen geben, falls die/der pflegende Angehörige selbst mal krank wird. Außerdem ist der bürokratische Aufwand für den sog. Entlastungsbetrag zu hoch. Unter diesen Umständen findet man da kaum noch jemanden als Nachbarschaftshelferin, und bei Firmen und Vereinen reicht das Geld für höchstens 3–4 Stunden pro Monat. So ist es eher ein BELASTUNGSbetrag. Die Voraussetzungen müssten genauso einfach wie bei der VHP sein.

    • Manfred Murdfield
      22. Dezember 2025 um 6.57 — Antworten

      Nachbarschaftshilfe und Entlastungsbetrag – das passt nicht zusammen. Wenn mein Nachbar mich zum Einkaufen mitnehmen wollte, er müsste, um mit der Pflegekasse abrechnen zu können, einen Pflegekurs und andere Vorschriften erfüllen. Bis hin zum qualifizierten Führungszeugnis, sofern dieser Quatsch nicht inzwischen abgeschafft ist. Und das für einen Stundenlohn deutlich unterm Mindestlohn und nur dafür, dass ich ein paar Minuten als selbständig einsteigender Beifahrer daneben sitze. Unfug, aber deutsch.

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