Greenpeace: Analyse zeigt hohe „Übergewinne“ bei Benzin im Mai
Die Mineralölkonzerne in Deutschland haben laut einer Analyse von Greenpeace im Mai mit dem Verkauf von Benzin sogenannte „Übergewinne“ auf Rekordniveau erzielt. Im Schnitt flossen pro Tag 6,4 Millionen Euro zusätzlich in die Kassen, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben) unter Berufung auf die Analyse der Friedens- und Umweltschutzorganisation. Im April waren es demnach 4,9 Millionen und im März 4 Millionen Euro pro Tag.
Beim Diesel sanken die „Übergewinne“ im Vergleich zum April zwar ab, lagen aber weiterhin bei 16,3 Millionen Euro täglich. Für die Erhebung hatte Greenpeace erneut den Ölmarktexperten Steffen Bukold beauftragt. Er verglich die derzeitige Preissituation mit der vor dem Irankrieg.
Für den gesamten Zeitraum vom März bis Mai 2026 wuchs der zusätzliche operative Gewinn beim Benzin und Diesel für die Tankstellen demnach auf gut 2,4 Milliarden Euro. Das Gros der „Übergewinne“ wurde durch den Verkauf von Diesel erzielt.
Seit dem 1. Mai gibt es in Deutschland für zwei Monate den Tankrabatt: Durch die Senkung der Energiesteuer werden die Tankstellenpreise etwa 17 Cent pro Liter günstiger.
In einem Update zum deutschen Tankstellenmarkt im April zeigte sich laut der Erhebung, dass in den ersten Tagen des Waffenstillstands sogar noch höhere „Übergewinne“ erzielt wurden. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs und der anschließenden Sperrung der Straße von Hormus waren die Tankstellenpreise auf das höchste Niveau seit 2022 geklettert, dem ersten Jahr des Ukraine-Kriegs.
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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