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Geldautomat gesprengt: Polizei sucht Zeugen

Foto: Marco / flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (ots) – Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Mittwoch, 3. Februar, einen Geldautomaten in einer Filiale der Oldenburgischen Landesbank (OLB) an der Ofener Straße in Oldenburg zur Explosion gebracht.

Nach ersten Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Oldenburg – Stadt / Ammerland und des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen geht die Polizei davon aus, dass mindestens drei Täter gegen 3.50 Uhr den Geldautomaten zur Explosion gebracht haben, um anschließend das Bargeld zu stehlen.

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Die Polizei ist auf der Suche nach Hinweisen zum Fluchtfahrzeug. Dabei soll es sich um einen neueren, silberfarbenen Audi, möglicherweise einen Audi A3 Sportback gehandelt haben. Unmittelbar nach der Sprengung sind die Täter mit diesem Fahrzeug stadtauswärts in Richtung Autobahndreieck Oldenburg-West geflohen und könnten an der Anschlussstelle Haarentor auf die Autobahn gefahren sein.

Nach Angaben eines Zeugen sind kurz vor der Explosion zwei Fahrzeuge auf der Ofener Straße unterwegs gewesen. Die Polizei bittet die Fahrer sich bei der Polizei als Zeugen zu melden. Hinweise werden telefonisch unter 04 41 / 790 41 15 entgegengenommen.

Das LKA Niedersachsen hat im Dezember 2015 eine Sonderkommission eingerichtet und die zentrale Ermittlungsführung in Fällen des „Aufsprengens von Geldautomaten“ übernommen. Aus diesem Grund waren auch Experten des LKA am Mittwochvormittag am Tatort.

Das Gebäude, in dem sich die Filiale der OLB befindet, wurde durch die Explosion erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Detonation wurden zwei vor dem Gebäude geparkte Pkw beschädigt und Trümmerteile bis auf die Straße geschleudert. Die Polizei rechnet mit einem hohen Sach- und Gebäudeschaden.

Die Ermittlungen am Tatort dauerten mehrere Stunden. Um eine weitere Gefährdung von Anwohnern, Mitarbeitern und Polizisten zu vermeiden und um weitere Ermittlungsansätze zu gewinnen, wurden Spezialisten der „Technischen Ermittlungsgruppe Umweltschutz“ (TEGU) der Polizeidirektion Oldenburg hinzugezogen.

Erst nachdem feststand, dass keine weitere Gefahr mehr von der Explosionsstelle ausging, konnte die Spurensuche am Tatort abgeschlossen werden.

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