Dax startet positiv – Hoffen auf Entlastung durch Anleihemarkt

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9.40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.557 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Nach den jüngsten Kursverlusten greifen die Anleger bei Technologieaktien wieder zu. Bereits an der Wall Street und an den asiatischen Börsen wurden die niedrigeren Kurse für gezielte Käufe genutzt. Unterstützung liefern die rückläufigen Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen, die sich wieder der Marke von fünf Prozent angenähert haben“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.
Von einer grundlegenden Entspannung könne allerdings noch keine Rede sein. „Die hohen Energiepreise bleiben angesichts der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der gestörten Lieferketten ein erheblicher Belastungsfaktor. Die zuletzt überraschend stark gestiegenen US-Verbraucher- und Erzeugerpreise haben gezeigt, wie schnell sich der Energiepreisschock auf die Inflation übertragen kann. Die Anleger bekommen damit zwar etwas Entlastung vom Anleihemarkt, die Inflationsrisiken bleiben aber unverändert hoch“, so der Marktanalyst weiter.
Auffällig sei zudem, dass die Erholung erneut von Technologiewerten getragen werde. „Zyklische Branchen bleiben dagegen weitgehend außen vor. Die Anleger kaufen damit nicht den gesamten Markt, sondern setzen gezielt auf die bisherigen Wachstumstreiber. Eine technische Gegenbewegung nach deutlichen Kursverlusten ist allerdings noch keine nachhaltige Trendwende“, so Lipkow.
„Mangels wichtiger Konjunkturdaten dürfte der Handel zum Wochenschluss vergleichsweise ruhig verlaufen. Entscheidend wird sein, ob sich die Entspannung bei den Anleiherenditen fortsetzt und die Erholung auf weitere Branchen übergreift. Für den Dax zeichnet sich aus technischer Sicht eine Handelsspanne zwischen 25.350 und 25.650 Punkten ab“, so der Marktanalyst.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1245 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8893 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.189 US-Dollar gezahlt (+0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 119,77 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,20 US-Dollar, das waren 69 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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