Umweltminister drängt auf zügige Rückholung des Asse-Atommülls
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) aufgefordert, die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Bergwerk Asse II nicht weiter zu verzögern. Das teilte das Ministerium am Mittwoch mit.
Meyer reagierte damit auf jüngste Planungen der BGE, den bisher angestrebten Zeitpunkt 2033 für die Räumung aufzugeben.
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Der Minister zeigte sich empört über die fortwährenden Verzögerungen. Er verwies auf das seit 2013 geltende Asse-Gesetz, das die Rückholung der rund 126.000 Fässer als gesetzliche Pflichtaufgabe festschreibt.
Seit 13 Jahren befinde man sich jedoch immer noch in der ersten Phase, kritisierte Meyer. Anfang 2025 sei lediglich ein unvollständiger Antrag vorgelegt worden, der keine prüffähige Grundlage für die nächsten Schritte biete.
Neue Untersuchungen zeigten zudem, dass das radioaktive Inventar schneller an die Biosphäre gelangen könnte als bislang berechnet.
Auch die Wasserzuflüsse im Bergwerk veränderten sich immer wieder überraschend. ‚Die Zeit drängt – die Asse säuft ab‘, so Meyer. Der Müll müsse schnellstmöglich herausgeholt und in ein geeignetes Endlager gebracht werden.
Die Bundesregierung müsse auf die BGE einwirken, damit diese sich an das geltende Recht halte und die Räumung endlich entschlossen angehe.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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