Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege bleibt erhalten
Die Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege (HR Nord) in Hildesheim wird nicht in eine Justizakademie umgewandelt. Das teilte die niedersächsische Justizministerin Kathrin Wahlmann in einer Rede im Landtag mit.
Nach einem breit angelegten Dialogprozess habe man sich entschieden, die Einrichtung als Hochschule zu erhalten und das Studium der Rechtspflege zu stärken.
Die Hochschule war zuvor in die Kritik geraten, unter anderem wegen zu vieler Durchfaller, zu wenig Praxisbezug und eines komplizierten Besetzungsverfahrens für Lehrende. Ein Dialog mit allen Beteiligten, darunter Vertreter der beteiligten Länder Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein, Berufsverbänden und Studierenden, sei daraufhin gestartet worden.
Viele der vereinbarten Verbesserungsmaßnahmen seien bereits in der Umsetzung.
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Ziel sei es, die HR Nord als moderne und attraktive Bildungseinrichtung zu stärken und die Studienbedingungen zu verbessern, so die Ministerin. Ein Qualitätszirkel begleite den Prozess langfristig.
Spätestens Ende 2027 solle überprüft werden, welche Erfolge der eingeschlagene Weg gebracht habe. Zuvor hatte die Landesregierung den Rechtspflegerdienst mit 98 neuen Beförderungsstellen im Haushalt 2026 gestärkt.
dts Nachrichtenagentur




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