Niedersachsen fordert mehr EU-Gelder für ländliche Räume
Die niedersächsische Landesregierung setzt sich für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der EU-Förderprogramme für den ländlichen Raum ein. Das teilte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) in einer Rede im Landtag mit.
Sie betonte, dass die Dörfer kein Sparposten seien und die EU-Agrarförderung weiterhin vor Ort ankommen müsse.
Staudte verwies auf bestehende Förderinstrumente wie das EU-Programm LEADER, das in der aktuellen Periode in 68 Regionen Niedersachsens wirkt, und die Dorfentwicklung in 193 Dorfregionen. Als konkrete Beispiele nannte sie ein Tinyhouse-Festival in der Elbtalaue, eine Straußenfarm im Heidekreis, Carsharing in Ahlerstedt und die Sanierung des Freibads in Bodenburg bei Bad Salzdetfurth.
Entscheidend sei, dass die Programme nicht nur rechtlich verankert, sondern auch auskömmlich finanziert werden.
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Niedersachsen habe seine Forderungen in einem Positionspapier gebündelt und dieses an Bundesminister Alois Rainer übergeben. Zentrale Punkte sind ein zweckgebundenes Budget, höhere EU-Beteiligungssätze und weniger Bürokratie.
Zudem stelle Niedersachsen als einziges Bundesland 200 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur für Basisdienstleistungen und ländlichen Wegebau bereit.
dts Nachrichtenagentur


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