Niedersachsen fördert Meldestelle gegen Queerfeindlichkeit
Das Land Niedersachsen hat die Einrichtung einer Melde- und Informationsstelle gegen Queerfeindlichkeit (MIQ) mit rund 101.000 Euro gefördert. Das hat Sozialminister Andreas Philippi am Mittwoch im Landtag mitgeteilt.
Die Stelle wird vom Queeren Netzwerk Niedersachsen getragen und soll Betroffenen eine niedrigschwellige Anlaufstelle bieten.
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Die Meldestelle erfasst queerfeindliche Vorfälle aus ganz Niedersachsen, von diskriminierenden Postings im Internet bis hin zu Gewalttaten. Die Meldungen werden anonymisiert dokumentiert und sozialwissenschaftlich ausgewertet.
Eine Prüfung auf Strafbarkeit findet nicht statt, die Stelle ersetzt auch nicht den Gang zur Polizei. Ziel sei es, das Ausmaß von Queerfeindlichkeit im Land sichtbar zu machen, so Philippi.
Nach Angaben des Ministers waren die Täter queerfeindlicher Straftaten im Jahr 2024 überwiegend männlich und deutsche Staatsangehörige.
Besonders häufig seien Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie Menschen ab 50 Jahren als Tatverdächtige erfasst worden. Für das laufende Jahr 2026 hat das Queere Netzwerk eine Landesförderung von knapp 94.000 Euro beantragt.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur




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