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Unionsfraktion verlangt Mitsprache bei Kür des Kanzlerkandidaten

CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Rennen um die Kanzlerkandidatur von CDU und CSU fordert die Bundestagsfraktion ein Mitspracherecht. „Der Kanzlerkandidat kann nicht im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch ausgemacht werden“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Bild“ (Dienstagsausgabe).

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„Da haben die Bundestagsabgeordneten in unserer gemeinsamen Fraktion ein erhebliches Mitspracherecht.“ Dobrindt sagte weiter, dass er bei der Bundestagswahl „ein sehr knappes Rennen“ erwarte. „Deswegen braucht es einen Kanzlerkandidaten, der unsere Anhängerschaft, und zwar die gesamte Breite der bürgerlichen Mitte, am stärksten mobilisiert.“ Die beiden Parteichefs, der CDU-Vorsitzende Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder, hatten sich darauf verständigt, im Zeitraum „zwischen Ostern und Pfingsten“ gemeinsam eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zu treffen.

Ein erstes offizielles Zusammentreffen der beiden Parteichefs findet am kommenden Sonntag im Rahmen der Vorstandsklausur der Unionsfraktion in Berlin statt. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zu der Tagung geladen.

Foto: CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    5. April 2021 um 18.26 — Antworten

    >>„Der Kanzlerkandidat kann nicht im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch ausgemacht werden“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt…<<

    Ich dachte bisher, die Unionsparteien seien zumindest intern noch demokratisch organisiert. Jetzt zeigt sich offensichtlich, daß die nicht einmal mehr ihrem eigenen Führungspersonal aus der "zweiten Reihe" vertrauen? Der Wähler wird das zu würdigen wissen, daß jetzt schon die doch so verhaßte AfD demokratischer organisiert ist als dieser Haufen. Wollen die wirklich wieder gewählt werden, oder scheuen die jetzt jedwede Verantwortung so sehr, daß sie alles tun, damit genau das um Himmels Willen nicht geschieht?

  2. Markus
    6. April 2021 um 11.14 — Antworten

    > Ich dachte bisher, die Unionsparteien seien zumindest intern noch demokratisch organisiert.

    Träumerle.

    • W. Lorenzen-Pranger
      6. April 2021 um 13.34 — Antworten

      mindestens ein smily und hundert punkte – für den obligatorischen keks…

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