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Tim Mälzer zu Lockdown für Gastro-Szene: „Sind ein Bauernopfer“

Gastronomie, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Den erneuten Lockdown der Gastronomie bezeichnet TV-Koch Tim Mälzer als bitter. „Die Gastronomie wird ja nicht wegen Ansteckungsgefahr geschlossen, dafür gibt es keine Belege“, sagte Mälzer dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Wir sind ein Bauernopfer, damit die Menschen zuhause bleiben.“

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Die von der Bundesregierung angekündigten Entschädigungen von bis zu 75 Prozent des November-Umsatzes von 2019 lobt Mälzer indes ausdrücklich: „Das sind echte Hilfen – ein positives Signal für die Gastronomie.“ Trotzdem könne eine Pleitewelle nicht verhindert werden. Gerade kleinere Betriebe würden aufgeben müssen. „Die Gastro-Szene wird sich massiv verändern“, so der Fernsehkoch. Tim Mälzer selbst hat mit seinen Restaurants in der Pandemie mehrere Millionen Euro Umsatz eingebüßt. „Ich musste privat Geld zuschießen, um keinen meiner 200 Leute entlassen zu müssen.“ Pünktlich zum zweiten Lockdown baut er einen Lieferservice auf. „Ich lasse mir gerade Nachhilfe von Steffen Henssler geben.“ Von Außengastronomie mit Heizpilzen nach dem Lockdown hält Mälzer persönlich wenig. „Ein Vier-Gang-Menü isst man nicht unter einem Heizstrahler im kurzen Rock und Stöckelschuhen.“

Foto: Gastronomie, über dts Nachrichtenagentur

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