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Spahn wehrt sich gegen Anfeindungen

Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine politischen Entscheidungen im Kampf gegen das Coronavirus verteidigt, zugleich aber auch Verständnis für Unmut geäußert. „Ich verstehe, wenn es Ärger gibt, wenn es Frust und Nachfrage gibt, es ist ganz normal, dass es auch andere Ansichten gibt“, sagte er der RTL/n-tv-Redaktion. Nach Beschimpfungen und einer Spuck-Attacke auf ihn in den letzten Tagen ergänzte Spahn: „Ich erlebe, dass es durchaus auch Gegner der Corona-Politik gibt, aber auch Menschen, die einfach Sorge haben, weil sie im Alltag erleben, dass es um wirtschaftliche Existenzfragen geht oder Eltern, die sich sorgen wegen der Maskenpflicht im Unterricht. Das muss man unterscheiden.“

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Der Minister sagte aber auch, dass Dialogbereitschaft eine Voraussetzung für die Auseinandersetzung sei. „Es geht ja nicht um absolute Wahrheiten, sondern es geht um das Abwägen von Sicherheit, Gesundheitsschutz. Dabei finde ich aber wichtig, miteinander zu reden, und sich nicht gegenseitig niederzuschreien.“ Das sei nicht die Form von Dialog, die weiterhelfe. „Wir sollten versuchen, immer wieder ins Gespräch zu kommen. Das Angebot mache ich und das bleibt. Aber zum Gespräch gehört die Bereitschaft auf beiden Seiten dazu.“

Foto: Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    31. August 2020 um 15.28 — Antworten

    Hat dieser Mann immer noch nicht verstanden, daß die Masken nur das Symbol für die insgesamt irrwitzige Politik sind? Ein fachfremder (Bankkaufmann) Pharma-Lobbyist auf dem Stuhl (!) eines Ministers, das ist eben die Steigerung dessen, was es schon vorher gab. Die unmittelbare Beteiligung durch Lobbyisten der Industrie an der Gesetzgebung.
    Dazu kommt im Fall Spahn natürlich, daß der den Bürgern die Reisefreiheit einschränken will – und selbst zum Urlaub mal eben in die Karibik jettet – um sich dann vom als Lobbyist nicht sehr redlich verdientem Geld mal eben eine Villa für vierkommazwei Millionen zuzulegen. n-tv Journlisten fanden dazu die richtigen, aber nicht netten, Worte.
    Übrigens: Die Spuckattacke soll es laut Internet gar nicht gegeben haben – allerdings habe ich das Video selbst bisher nicht gesehen.
    Man kann nur herumraten, was die Maßnamen der Regierung in Sachen „Corona“ eigentlich sollen. Längst hat sich herausgestellt, daß die Zahl derer, die schwer oder gar tödlich erkranken, ganz eindeutig davon abhängen, was es an, wie in den USA z.B., schlecht oder gar nicht behandelten Vorerkrankungen gab. Jetzt fabuliert man, die Zahl der Toten in Deutschland gehe zurück, weil mehr jüngere Menschen infiziert sind? Waren die Partygänger in Ischgl alle weit über siebzig? Es häufen sich die Ungereimtheiten immer weiter, derweil wir doch längst wissen, daß, wie auch Prof. Streeck bereits festellte, die Maskenpflicht so gut wie nichts bringt und die Maßnahmen der Politik völlig überzogen waren. Wie oft muß man das denn noch verlinken? (Ist bei so vielen Leuten „google“ kaputt? Will man sich gar nicht informieren, weil die eigenen Vorurteile so niedlich sind?)
    Also, noch mal die Frage an Spahn – auch wenn ich weiß, daß er sie nicht lesen wird – WAS SOLL DAS – und warum versteht so ein Mensch wie sie nicht, daß man so vielleicht zu Geld, aber eben nie zu Sympathien kommt?

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