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Soziologin: Corona für Frauen „potentieller Karrierekiller“

Frau auf einer Rolltreppe, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Jutta Allmendinger, geht davon aus, dass besonders Frauen und junge Mütter unter der anhaltenden Coronakrise leiden. „Gerade die jungen Frauen sind ja in den sensiblen Phasen am Anfang ihrer Karriere und wenn die jetzt von sechs Stunden am Tag nur noch vier Stunden am Tag arbeiten können – auch das irgendwie abgelenkt – dann werden sie nachher nicht in die entsprechenden Positionen kommen“, sagte Allmendinger der RTL/n-tv-Redaktion. Das sei für viele Frauen ein „potentieller Karrierekiller“.

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In Bezug auf die Diskussionen über die Öffnungen von Schulen müsse man zudem von der „Einheitsbeschulung für alle“ abrücken. „Alle Expertinnen und Experten sagen, dass wir uns auf Monate in dieser Situation einzustellen haben, und da sehe ich im Moment zu wenig an Vorbereitung“, so die Soziologin. Vielmehr müsse man darüber nachdenken, in Gruppen über den Tag verteilt zu beschulen. Dann könnten kleinere Gruppen gebildet und mehr Personal in die Schulen gebracht werden. Das helfe insbesondere Schülern „aus bildungsfernen Familien und auch Müttern, die das besonders brauchen, damit sie wieder erwerbstätig sein können“, sagte Allmendinger.

Foto: Frau auf einer Rolltreppe, über dts Nachrichtenagentur

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