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Sozialverband verlangt bevorzugte Booster-Impfung von Risikogruppen

Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts möglichen Impfstoffmangels will der Sozialverband VdK Risikogruppen bei Booster-Impfungen vorziehen. „Wenn es im ersten Quartal des neuen Jahren tatsächlich zu wenig Impfstoff geben sollte, müssen jetzt dringend alle Risikogruppen bevorzugt geboostert werden“, sagte Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

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„Noch immer warten viele alte und andere gefährdete Menschen auf einen Termin für eine Impfauffrischung. Das ist für sie lebensgefährlich.“ Das Hin und Her um den Impfabstand für das Boostern in NRW zeige, „wie zwingend notwendig ein einheitliches, abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern nun ist“, so Bentele. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Dienstag erklärt, dass für das erste Quartal 2022 mit einem Mangel in Impfstoff zu rechnen sei. Genaue Zahlen nannte er bislang nicht.

Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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4 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    16. Dezember 2021 um 2.39

    „Noch immer warten viele alte und andere gefährdete Menschen auf einen Termin für eine Impfauffrischung. Das ist für sie lebensgefährlich“

    Ja. Und im TV bekomme ich dann „Nachrichten“ (Hallo Niedersachsen), daß die Oma mit einundneunzig Jahren starb – und noch leben würde, wären alle Pflegekräfte geimpft gewesen. Der Beitrag war mindestens doppelt so lang als jede andere, echte, Nachricht. Es wäre schön, wenn „wir“ alle mal wieder auf den Boden der Tatsachen herunter kommen würden: Alte und Kranke können auch schon mal sterben – und – das war auch vor „Corona“ schon so. Das statistische Bundesamt sagt uns, deutsche Männer starben im Durchschnitt bsher mit achtundsiebzig Jahren, deutsche Frauen mit spätestens zweiundachtzig. Die besagte Oma hatte sich also in Wahrheit sehr, sehr tapfer geschlagen,

    „Seien wir ehrlich,
    Leben ist immer lebensgefährlich.“
    Erich Kästner

  2. Erhard Stammberger
    20. Dezember 2021 um 9.51

    Und womit erklären Sie sich dann die inebsondere in Sachsen, Thüringen und Bayern besonders hohe Übersterblichkeikt?

    • W. Lorenzen-Pranger
      22. Dezember 2021 um 18.24

      Ganz einfach, außer in wenigen großen Städten macht sich die Überalterung der Gesellschaft überall deutlich bemerkbar. Sehen sie sich die Seite des Statistischen Bundesamtes zur Sterblichkeit an und mit, oder wie jetzt so schön verschleiernd gesagt wird „durch“, Corona doch mal an – und vergleichen sie die mit dem Altersdurchschnitt der normalen Sterberate.

      Manchmal wäre es einfacher, wenn die Readktion nicht auffordern würde hier Links zu unterlassen.

  3. Erhard Stammberger
    26. Dezember 2021 um 16.49

    Auch der höhere Altersdurchschnitt allein kann dies nicht erklären, insbesondere wenn die Infektionsrate deutlich höher ist.

    Zumal die Übersterblichkeit ja zur „normalen“ Sterblichkeit berechnet wird.

    Es gibt auch in Westdeutschland Regionen mit deutlich höherem Altersdurchschnitt, ohne dasss dort die Übersterblichkeit gestiegen ist.