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Polizeigewerkschafter: Polizei braucht „neue Fehlerkultur“

Polizeieinsatz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Enthüllung rechtsextremer Chats und der Debatte über Polizeigewalt fordert der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft „PolizeiGrün“, Oliver von Dobrowolski, eine „neue Fehlerkultur“ bei der Polizei. „Die Polizei macht Fehler, sie soll Fehler machen dürfen“, sagte von Dobrowolski dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Sie darf sie nur nicht vertuschen und kleinreden.“

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Die Fehleranfälligkeit wachse unter Stress, dafür habe jeder Verständnis. „Aber menschenfeindliche Ausfälle, gelebter Rassismus, der in Polizeigewalt mündet – das darf es nicht mehr geben.“ Insbesondere die politische Bildung an den Polizeischulen müsse dringend erneuert werden. „Es braucht Diversity-Kompetenz, Kommunikations-Kompetenz. Und wir brauchen wieder mehr Frauen in der Polizei.“ Auf die Frage, wie viele Polizeibeamte auf dem Boden des Grundgesetzes stünden, sagte der Berliner Kriminalhauptkommissar: „Ich hoffe, die Mehrheit. Also mehr als 50 Prozent. Ich will nicht raten. Wir brauchen auch keine Studie nur über Rassismus in der Polizei, sondern eine Studie über den inneren Zustand der Polizei.“

Foto: Polizeieinsatz, über dts Nachrichtenagentur

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