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Politologe: Hamburg-Wahl ist „persönlicher Erfolg“ von Tschentscher

Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Der Parteienforscher Jürgen Falter von der Universität Mainz stuft den Wahlsieg der SPD bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg als Spezifikum des Stadtstaats ein. „Totgesagte leben bekanntlich länger“, sagte Falter der „Passauer Neuen Presse“. Der Abgesang auf die Sozialdemokraten sei viel zu früh gekommen.

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Falter ist auch überzeugt, dass es nicht zwangsläufig so sein müsse, dass die Bundes-SPD für immer im Umfragetief bleibt. Dennoch sagte er: „Das Ergebnis ist ein persönlicher Erfolg des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher. Das macht der SPD auf Bundesebene Hoffnung. Diese ist aber nicht berechtigt. Das SPD-Ergebnis ist ein echtes Hamburger Spezifikum.“ Auch die Tatsache, dass die SPD so weit vor den Grünen liege, sei ein Hamburger Spezifikum, so Falter. Der Absturz der CDU habe sich zudem seiner Meinung nach schon länger abgezeichnet. „Die letzten besseren Umfragewerte für die CDU gab es in Hamburg Ende Januar, und auch das waren nur 16 Prozent. Das hat sicher etwas mit der Führungskrise der Bundespartei zu tun. Der Abwärtstrend hatte schon vor der Krise in Thüringen eingesetzt.“ Gravierende Auswirkungen des Thüringen-Debakels auf das CDU-Ergebnis sieht Falter daher nicht.

Foto: Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

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