Nachrichten

Mertens: Stiko-Ausstattung für Extremsituationen nicht ausreichend

Hinweis auf Maskenpflicht, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat eine unzureichende Ausstattung seiner Einrichtung beklagt, um die Bevölkerung aufklären zu können – zugleich warnte er vor einer fünften Welle. „Die Ausstattung der Stiko ist für solche Extremsituationen nicht ausreichend“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

Anzeige

„Es bräuchte Personal und Geld für die allgemeine öffentlichkeitswirksame Aufklärung“, sagte Mertens. Er sieht kein Ende der Pandemie in Sicht: „Es ist damit zu rechnen, dass es auch im Winter 2022 eine fünfte Welle geben wird. Wie stark diese ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Menschen sich impfen und boostern lassen.“ Im Augenblick sei es leider so, „dass Ältere erst im Dezember oder Januar einen Boostertermin bekommen, weil die hausärztlichen Praxen teils keine Termine frei haben“, sagte der Stiko-Chef.

Das Hauptproblem in der vierten Welle sei, dass sich nicht mehr Menschen aus der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen impfen und Ältere boostern lassen. „Statt alle Energie in die Impfkampagne zu stecken, wird gerade dann aber schon wieder über etwas wenig Zielführendes diskutiert: Die Impfung aller unter 12 Jahren“, kritisierte Mertens. Es gebe aber noch keine validen Auswertungen dazu, welche möglichen Nebenwirkungen es gibt, und ob infolge der Impfungen Fälle von Myokarditis aufgetreten sind. Eine Entscheidung der EMA über die Zulassung ist in der nächsten Woche zu erwarten.

„Eine Empfehlung der Stiko wird es aber nicht sofort geben. Das ist nicht zu leisten“, kündigte Mertens an. „Wir werden versuchen, so schnell wie möglich nach Datenlage zu entscheiden. Aber noch einmal: Das entscheidet nicht über den Verlauf der vierten Welle.“

Foto: Hinweis auf Maskenpflicht, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

SPD und FDP gegen allgemeine Impfpflicht

Nächster Artikel

Corona-Forscher für kurzen und harten Lockdown

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.