Nachrichten

Lücke bei Windkraft gefährdet Klimaziele

Windräder bei Tantow in Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Probleme bei der Erzeugung von Windenergie gefährden die Klimaziele der Bundesregierung. Wie der Bundesverband „Neue Energiewirtschaft“ (BNE) errechnet hat, dürften Anfang 2021 Anlagen mit rund 7,4 Gigawatt Leistung weniger errichtet worden sein als von der Regierung angestrebt, berichtet der „Spiegel“. Grund sind strenge Flächenbegrenzungen, Bürgerproteste und bürokratische Hürden.

Anzeige

Zudem bekam ein Teil der Bürgerwindparks, die 2017 bei staatlichen Ausschreibungen einen Zuschlag erhalten hatten, keine Baugenehmigung. Im nächsten Jahr läuft zudem die Förderung für etwa 4.900 Windräder der ersten Generation aus. Betroffen sind nochmals Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 3,7 Gigawatt, die ihre gesetzliche Förderdauer von 20 Jahren erreicht haben. Viele Altanlagen dürften stillgelegt werden, weil sie sich bei den aktuellen Strompreisen nicht rechnen. Durch die Windkraftlücke werden laut bne bis zu 14,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr nicht eingespart. Das entspricht bis zu 5,5 Prozent der CO2-Menge, die der Energiesektor laut Klimaschutzgesetz 2022 ausstoßen darf. „Trotz des milliardenteuren Kohleausstiegs droht sich die Klimabilanz der Bundesrepublik zu verschlechtern“, warnt bne-Chef Robert Busch.

Foto: Windräder bei Tantow in Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Pflegebeauftragter sieht "Verwirrung und Unmut" bei Corona-Bonus

Nächster Artikel

Deutschland gegen automatische Iran-Sanktionen

1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    10. Juli 2020 um 14.49

    Wie schrieb doch mal ein Anwohner ganz in der Nähe eines Windrades so schön in der s.hz?
    Er wundere sich, daß schon am ganz frühen Morgen, wenn er zur Arbeit fährt, jemand all die toten Vögel eingesammelt hat, die diese Windräder doch angeblich Tag und Nacht so schreddern. Auch haber er weder von „Infraschall“ noch von „Disko-Effekten“ je etwas bemerkt.
    Aber, Hysterien sind eben „in“, und so werden auch weiterhin mal eben locker „Umweltorganisationen“ selbst aus Bayern gegen Windräder in Schleswig-Holstein oder Niedersachen demonstrieren. „Infraschall“ muß etwas ganz enorm durchdringendes haben… 😉