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Kommunen fordern Programm zur Rettung der Innenstädte

Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Städte- und Gemeindebund hat sich der Forderung von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nach einem Programm zur Rettung der von der Coronakrise hart getroffenen Innenstädte angeschlossen. „Viele Geschäfte müssen schließen, Kaufhausketten ziehen sich zurück“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) und verwies auf eine Schätzung des Handelsverbands HDE, wonach bis zu 50.000 Geschäften für immer schließen müssen. „Vor diesem Hintergrund ist es richtig und wichtig, ein Aktionsprogramm zur Belebung der Innenstädte zu konzipieren. Die Kommunen müssen in der Lage sein, Leerstände gegebenenfalls selbst zu erwerben und einer neuen Nutzung zuzuführen.“

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Darunter sollten nicht nur neue Geschäfte fallen, sondern auch Wohnraum oder etwa die Schaffung neuer grüner Oasen in den immer heißer werdenden Innenstädten, so Landsberg. Göring-Eckart hatte Investitionen in Milliardenhöhe und eine Verschiebung der Sperrstunde gefordert, um Innenstädte in der Coronakrise wieder zu beleben.

Foto: Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    18. Juli 2020 um 17.22

    Ich lese wohl nicht richtig? Die Innenstädte waren doch längst vor „Corona“ marode. Was Galeria angeht, da ist doch seit Jahren Totentanz. Beratung? Fehlanzeige komplett, man wundert sich eher, daß an der Kasse noch jemand da ist.
    Ich habe vor kurzer Zeit zwei Camping-Sessel im Internet gekauft. Nettes Design, enorme Tragkraft, Fahrradgerecht faltbar – annehmbarer Preis. Rund achtzehn Euro das Stück. Zufällig sahen meine Frau und ich genau diese Sessel im Fenster eines „Outdoor-Geschäfts“ in der Innenstadt. Keine Preisangabe, aber meine Frau wollte es wissen. Sie ging rein, den Preis zu erfragen. Ergebnis: Neunundneunzig Euro, für EINEN dieser Sessel!
    Vor einiger Zeit brauchte ich eine zweite Anhängerkupplung für ein Fahrrad. Im Fachgeschäft knapp zwanzig Euro – im Internet inclusive Versand (!) rund fünf Euro.
    Und da wundert sich noch jemand über den „Verfall“ der Innenstädte? Wo kann ich eine Jeans in OL kaufen, die länger als eine „Saison“ hält? Gibts meines Wissens nicht, aber fünfzig Euro sollen die Dinger dann doch kosten dürfen. Dafür bekomme ich im Versandhandel eine Top-Qualität und keinen „Plünnen“.
    Ich könnte so weiter schreiben, aber was solls? Durch „Corona“ hat inzwischen auch die letzte Oma und der letzte Opa gelernt, daß das Internet bequem, preiswert und schnell liefert. Die Zeit der dümmsten Clowns, die in einer Veranstaltung zu genau dem Thema (NWZ) nur über ihre neuen Autos fabulierten und damit enorm störten – um anzugeben, was sonst – ist jedenfalls vorbei. Sollen diese „Firmeninhaber“ mal arbeiten gehen, vielleicht lernen sie da noch was. Sie waren ja noch verhältnismäßig jung…

  2. Manfred Murdfield
    19. Juli 2020 um 12.13

    Das Oldenburger Modell zur Belebung der Innenstadt ist der Neubau von tausenden m² Verkaufsfläche ausserhalb der Innenstadt direkt am Innenstadtring. Schon die Schlosshöfe sorgten wie befürchtet für Leerstand, die Arroganz der Hauseigentümer kommt hinzu und eine Überforderung vieler Beteiligter. Es wird ja jetzt einen Leerstandsbeauftragten geben, Heil dich oh Oldenburg.