Koalitionspolitiker fordern datenschutzkonforme Anti-Corona-App

Frau mit Telefon am Ohr, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Politiker von CDU und SPD haben sich in der Debatte über eine Exit-Strategie aus den Corona-Schutzmaßnahmen für den Einsatz einer datenschutzkonformen Anti-Coronavirus-App ausgesprochen, um Aufenthaltsorte von infizierten Personen schnell ausfindig zu machen. „Sicher sind auf freiwilliger Basis technische Lösungen denkbar, die die Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie unterstützen und ergänzen können“, sagte der digitalpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Tankred Schipanski (CDU), dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). „Zum Beispiel könnten auf Grundlage anonymisierter Daten und mit Einwilligung aller Nutzer einer bestimmten App Personen informiert werden, wenn für sie ein Infektionsrisiko besteht.“ Ähnlich äußerte sich der SPD-Digitalpolitiker Jens Zimmermann.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollte sich für eine technische Lösung einsetzen, „die Grundrechte schützt und sparsam mit Daten umgeht“, sagte Zimmermann dem „Handelsblatt“. Beides sei technisch möglich. „Ich bin optimistisch, dass eine solche Lösung einen wirksamen Beitrag zur Überwindung der Coronakrise und zum Schutz von Menschenleben leistet, ohne übermäßig in die Grundrechte einzugreifen. Einen Blankoscheck zur Beschränkung von Grundrechten werden wir weiterhin nicht ausstellen.“ Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hatte am Mittwoch technische Kontrollmöglichkeiten zur Corona-Eindämmung ins Spiel gebracht. Unabdingbar sei „eine App für jeden Bürger, die sofort mitteilt, ob sich an einem Ort, an dem man selbst war, eine inzwischen als infiziert registrierte Person aufgehalten hat und man in diesem Fall einen Test für sich durchführen sollte“, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. „Sie ist aber auch nötig für ein aussagekräftiges und zeitnahes Berichtswesen zum aktuellen Stand sowie zur Kalibrierung der epidemiologischen Modelle.“

Anzeige

Foto: Frau mit Telefon am Ohr, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenErneut weniger Unfälle mit wassergefährdenden StoffenNachrichtenFressnapf-Gründer empfiehlt Private-Equity-PartnerschaftNachrichtenUS-Investoren kaufen verstärkt deutsche Industrieunternehmen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenTödlicher Verkehrsunfall auf B495 bei OstenBremenWetterbericht für Niedersachsen/Bremen (24.08.2026)NachrichtenBrosius-Gersdorf: Brandmauer darf Verfassungsrechte nicht verletzenNachrichtenUkraine-Botschafter weist Putins Drohungen zurückNachrichtenVerdi fordert gesetzliche Pflicht zur BetriebsrenteNachrichtenArbeitgeber fordern Steuerfreiheit für Betriebsrenten
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok