Kassenärzte rügen Sputnik-V-Bestrebungen von Bund und Ländern
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat die Bestrebungen von Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den russischen Impfstoff Sputnik V kaufen zu wollen, scharf kritisiert. „Die ganze Welt impft mit Biontech. Das Land aber, in dem der bislang wichtigste Impfstoff entwickelt wurde, bekommt nur zu geringe Mengen davon und will das mit einem noch nicht zugelassenen russischen Impfstoff kompensieren“, sagte er der „Bild“ (Samstagausgabe).
KBV-Vize Stefan Hofmeister hält die Diskussionen um das Mittel für unnötig. „Solange es keine eindeutige und nach wissenschaftlichen Standards anerkannte EU-Zulassung gibt, darf Sputnik V kein Thema sein. Alles andere sind Ablenkungsmanöver“, sagte Hofmeister der „Bild“.
Foto: Spritze, über dts Nachrichtenagentur
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