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IW-Chef gegen Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Michael Hüther, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hat sich gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. „Die Forderung nach einem harten Lockdown ist schnell erhoben, aber wir haben einen anderen Verlauf als andere Länder“, sagte er n-tv.

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Zugleich lehnte Hüther die von der Ministerpräsidentenkonferenz geplanten Ausnahmen für die Feiertage ab. „Ich denke, dass es in der Weihnachtszeit keine Lockerungen geben sollte, denn da sind ohnehin Ferien. Ökonomisch hätte ein Verzicht auf die Weihnachtslockerung weniger negative Effekte, könnte aber eine dritte Welle verhindern“, sagte Hüther. Er setze daher auf ein Beibehalten des Status quo.

„Ich würde also eher für eine Stabilität der Regelungen plädieren, um dann auch schneller wieder herauszukönnen.“ Hüther mahnte, immer wieder daran zu erinnern, „warum wir das eigentlich tun“. Seit Monaten versuche das Land zu verhindern, „was moralisch und ethisch herausfordernd ist, nämlich Triage-Entscheidungen im Krankenhaus“. Das habe bisher ganz gut geklappt.

„Mit den aktuellen Maßnahmen haben wir erreicht, dass die Infektionszahlen einigermaßen stabilisiert wurden“, bilanzierte Hüther.

Foto: Michael Hüther, über dts Nachrichtenagentur

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