Integrationsbeauftragte will mehr Einsatz gegen Muslimfeindlichkeit
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Gewalttat im hessischen Hanau fordert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), mehr staatlichen Einsatz gegen Muslimfeindlichkeit. „Ich werde mit allen betroffenen Ministerkollegen sprechen, ob wir genug gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität tun. Wir müssen prüfen, wie wir das Maßnahmenpaket stärker gezielt gegen Rassismus und Muslimfeindlichkeit ausrichten können“, sagte Widmann-Mauz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).
Muslime, Juden und Menschen mit Einwanderungsgeschichte hätten berechtigte Angst vor Anschlägen. „Es gilt nun umso mehr, alles dafür zu tun, sie zu schützen“, so die CDU-Politikerin weiter. Dazu gehöre auch ein flächendeckendes Hilfssystem. „Wir brauchen bundesweit verlässliche Anlaufstellen für Menschen, die Angst haben“, sagte die Integrationsbeauftragte. Gute Präventionsarbeit müsse zudem nachhaltig finanziert werden. „Wir können nicht den nächsten Anschlag abwarten“, mahnte Widmann-Mauz.
Foto: Annette Widmann-Mauz, über dts Nachrichtenagentur
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