Handwerk: Anstieg der Ausbildungsverträge um 4,2 Prozent zu 2020

Fliesenleger, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das deutsche Handwerk hat im Ausbildungsjahr 2021 bislang 4,2 Prozent oder 4.500 mehr Neuverträge mit Auszubildenden abgeschlossen als im Corona-Jahr 2020. „Der Trend ist positiv, auch wenn wir das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht wieder erreicht haben“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Stand Ende August gibt es 4,2 Prozent mehr Neuverträge als im Corona-Jahr 2020.“ Das seien etwas über 112.000 neue Ausbildungsverträge im Handwerk, etwa 4.500 mehr als letztes Jahr zu dieser Zeit, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). „Aber unsere Betriebe bieten weiter tausende Ausbildungschancen an. Ende August waren noch gut 28.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt. 44 Prozent unserer ausbildungswilligen Betriebe suchen noch händeringend Auszubildende“, sagte er anlässlich des bundesweiten Tag des Handwerks an diesem Samstag. „Ich kann Jugendliche nur ermutigen, in einem der vielfältigen und zukunftssicheren Berufe im Handwerk eine Ausbildung zu starten. Das ist weiter möglich, obwohl das Ausbildungsjahr schon begonnen hat“, sagte Wollseifer. Er warnte vor der Gefahr einer noch größeren Fachkräftelücke gerade in der Zeit, in der Fachkräfte wegen des verstärkten Klimaschutzes dringend gebraucht würden. „Die Parteien machen sich zwar viele Gedanken über Klimaziele.“ Aber sie hätten viel zu wenig auf dem Schirm, dass man genügend gut ausgebildete Handwerker brauche, um die Aufgaben im Klimaschutz auch umzusetzen, sagte der ZDH-Präsident. Wenn man die nicht ausbilde, drohten die ambitionierten Klimaziele ganz lapidar daran zu scheitern, dass keiner da ist, der es macht. „Irgendwer muss ja schließlich die Solardächer und Ladesäulen installieren oder Gebäude energieeffizient sanieren“, sagte er. „Dafür aber muss Politik – wie sie es im Hochschulbereich schon macht – auch berufliche Bildung finanziell entsprechend dieser großen Zukunftsbedeutung fördern. Denn es sind beruflich qualifizierte Menschen, die unser Land klimaneutral machen sollen. Wir brauchen dringend diese Zukunfts-Macher des Handwerks“, sagte Wollseifer.

Anzeige

Foto: Fliesenleger, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenErneut mehr Anerkennungen ausländischer BerufsabschlüsseNachrichtenAuftragsbestand der Industrie im Juni gestiegenNachrichtenJedes vierte Unternehmen fürchtet um Wettbewerbsfähigkeit
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenAchtjähriges Kind in Drakenburg bei Verkehrsunfall leicht verletztNachrichtenKlimaforscher: Viele Extremereignisse ohne Klimawandel unmöglichNachrichtenNur vier von zehn Kliniken haben kühlbare PatientenzimmerNachrichtenConstantin stoppt geplante „Päpstin“-Serie kurz vor DrehbeginnNachrichtenSoVD fordert Senkung der StromsteuerNachrichtenPrien wirft SPD mangelnde Verlässlichkeit vor
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok