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Grünen-Chef will Verbot von Werkverträgen in Fleischindustrie

Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Robert Habeck will ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie. „Wenn man im Kernbereich der Arbeit nur mit Subunternehmen arbeitet, dann hat man im Kernbereich seines Betriebes immer nur Leiharbeiter und Fremdarbeiter dabei, und das ist ein falsches Geschäftsmodell“, sagte Habeck am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Tatsächlich sollte für den Kernbereich, die Fleischverarbeitung, Werkverträge von Subunternehmen verboten werden“, sodass für diesen Bereich dauerhaft Leute angestellt werden müssten, so Habeck.

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„Die würden vernünftig geschult werden, die würden dann auch eigene Wohnungen haben, die würden nicht in diesem rotierenden System von Menschen sein, die dann quasi durchgeschleust werden und so eine Art moderner Sklaverei erleben“, sagte er. Zudem müssten die Menschen in den Schlachthöfen durch den Betriebsrat vertreten werden, „dass sie ihre Rechte auch kennen und vertreten können“. Eine gemeinsame Vertretung gehöre dazu und letztlich werfe „dieses Schlachthof-Problem, so dringlich es ist, ein Schlaglicht auf das Gesamtproblem Tierproduktion in der industriellen Landwirtschaft“, sagte der Grünen-Chef.

Foto: Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    20. Mai 2020 um 12.12 — Antworten

    Die Kritik ist berechtigt, aber wahrlich nicht neu. Schon die grüne BML Künast hätte ihrerzeit was machen können. Also, Habeck, wo ist das Konzept? Auch eine Forderung nach einem Mindestpreis für Fleisch hilft da doch nicht weiter.

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