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Gauland verteidigt AfD-Geheimtreffen

Alexander Gauland, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland hat ein jüngst abgehaltenes vertrauliches Treffen von AfD-Landes- und Bundespolitikern im brandenburgischen Steinhöfel verteidigt. „Ich sehe nichts Illegitimes darin, wenn sich Parteifreunde treffen, um die Situation der AfD nach Kalkar zu diskutieren“, sagte der 79-Jährige dem „Spiegel“ mit Blick auf den jüngsten Bundesparteitag im November.

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Zu dem Treffen vor vier Wochen in einer Gaststätte in dem kleinen brandenburgischen Ort hatten nach Angaben Gaulands der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla und er aufgerufen. Geladen waren Fraktionschefs der Ostverbände, dazu Funktionäre aus Westverbänden, die den Kurs des Co-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen kritisch sehen. Unter anderem nahm auch der Thüringer AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke daran teil. Co-Parteichef Meuthen und seine Anhänger waren auf dem Treffen nicht erwünscht.

Das Hauptthema der rund vierstündigen Versammlung war laut „Spiegel“-Bericht das Ausloten von Möglichkeiten gegen Meuthens Kurs. Gauland kritisierte erneut Meuthen, der zu einer Spaltung der Partei geführt habe. „Seit Meuthens Rede in Kalkar fühlt sich die Hälfte der Partei ausgegrenzt“, sagte Gauland mit Blick auf dessen Auftritt auf dem Bundesparteitag. Dort hatte Meuthen eine Kampfansage an den äußersten rechten Teil der AfD gerichtet.

Zur jüngsten Listenwahl zum Bundestag in Sachsen, auf dem die Anhänger Meuthens eine Niederlage erlitten hatten, merkte Gauland an: „Wenn Meuthen sich die sächsische Landesliste ansieht, muss er ein merkwürdiges Bild von der Partei haben, wenn er behauptet, alle Mitglieder stünden hinter ihm.“

Foto: Alexander Gauland, über dts Nachrichtenagentur

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