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Förderprogramm für ukrainische Künstler gestartet

Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung und der Deutsche Bühnenverein haben ein Hilfsprogramm für geflüchtete Künstler aus der Ukraine gestartet. Ziel sei es, den Künstlern während ihres Aufenthaltes in Deutschland zu Arbeitsmöglichkeiten zu verhelfen und sie in den Austausch mit der Kulturszene in Deutschland zu bringen, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

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Das Programm wende sich an öffentlich getragene Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen, sowie an künstlerisch selbst produzierende und Kunst vermittelnde Privattheater. Dazu sollen ukrainische Künstler unter anderem in Produktionen des Sprechtheaters, des Tanzes oder in künstlerische Performanceprojekte eingebunden werden. Mit dem Förderprogramm wolle man geflüchteten Künstlern aus der Ukraine „hier in Deutschland eine Stimme geben und dafür sorgen, dass sie ihre Arbeit fortsetzen können“, sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Der Krieg sei ein Angriff „auf die kulturelle Identität der Ukraine“.

Das Förderprogramm mit dem Namen „U act“ sei „ein wichtiger Schritt, Kooperationen und Residenzen mit und für“ die geflüchteten Künstler zu realisieren, sagte Claudia Schmitz, geschäftsführende Direktorin des Bühnenvereins. „Mit der Plattform StayOnStage, die der Deutsche Bühnenverein zusammen mit dem Internationalen Theaterinstitut aufgesetzt hat, konnten erste Verbindungen aufgebaut werden.“ Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln werde es geflüchteten Künstlern ermöglicht, ihren Beruf weiterhin auszuüben, so Schmitz.

Foto: Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    6. Juli 2022 um 12.29

    Ick kieke, staune, wundre mir…
    Selbst die Förderung einheimischer Künstler findet zwischen extrem dürftig bis nicht vorhanden statt. Eine solche, vermutlich doch mit einigem an Summen ausgestaltete, Sonderbehandlung gibts bitte auf welcher sachlichen (!) Grundlage? Auch „The Hidden Art Project“ in Oldenburg ist, so weit mir bekannt ist, vor allem eine Eigeninitiative der Künstler. Hätte es nicht gereicht, die bisher bekannten Kultureinrichtungen, also auch The Hidden Art Project, die Theater usw. anzuhalten, diese Leute angemessen anzusprechen? Die beantragen doch zunächst mal HIlfen zum Lebensunterhalt. Was spräche dagegen, die an die jeweiligen Einrichtungen weiter zu melden?
    Auch einheimische Künstler leiden doch an den Folgen der Corona-„Maßnahmen“, der enormen Teuerungen usw. Nicht einmal Straßenpräsentationen waren zeitweilig möglich, Pleiten gabs (fast) ohne Ende.
    Wie wärs also endlich mal mit einer Kunstförderung, die diesen Namem auch verdient? Für ALLE, die eine kontinuierliche Arbeit in diesem Bereich nachweisen können – und nein, das können natürlich nicht die Städte und Gemeinden, schon gar nicht allein, leisten.