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Fahimi kritisiert Bärs Bafög-Aussagen scharf

via dts Nachrichtenagentur

DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat die Äußerungen von Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) zur geplanten Bafög-Reform scharf kritisiert. „Ich finde es unsäglich“, sagte Fahimi am Montag in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. „Natürlich müssen die Bafög-Sätze und die Berechtigung den Realitäten angepasst werden.“

Fahimi verwies darauf, dass junge Menschen aus Nicht-Akademikerhaushalten zunehmend schlechtere Chancen auf ein Studium hätten. „Wir beobachten, dass insbesondere diejenigen, die aus nicht akademischen Haushalten kommen, immer weniger Chancen haben, immer weniger zu den Universitäten gehen“, sagte sie. Ein Grund sei die Frage, ob man es sich leisten könne. Das sei keine gute Entwicklung.

Zugleich wandte sich die DGB-Vorsitzende gegen Vorwürfe, die junge Generation habe es besonders leicht. „Ich finde es wirklich eine schräge Perspektive auf diese Generation“, sagte Fahimi. Die jungen Menschen hätten Corona hinter sich, seien in Schule, Ausbildung und Studium extremen Hindernissen begegnet und sie engagierten sich vielfach ehrenamtlich. Der Druck in der Schule, in der Ausbildung, im Studium sei sehr viel größer geworden. „Ich bitte darum, mal ein bisschen nicht so sehr von oben herab und aus der Altersklasse der Babyboomer auf diese Generation zu blicken.“

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