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EnBW-Chef will Höchstdauer bei Genehmigungsverfahren für Windräder

Windräder, über dts Nachrichtenagentur

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, fordert eine Höchstdauer bei Genehmigungsverfahren für Windräder. Angesichts einer durchschnittlichen Verfahrensdauer von 60 Monaten müsse diese Spanne auf 30 Monate begrenzt werden, sagte Mastiaux der „Heilbronner Stimme“ (Dienstagssausgabe). „Man muss einen Mechanismus finden, diesen Prozess in einer bestimmten Zeit abzuwickeln“, so der EnBW-Chef weiter.

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Unter anderem sollten die Berufungsinstanzen begrenzt werden. Die Bürger sollten für Projekte gewonnen werden, indem sie angehört werden und ihnen Beteiligungsmodelle angeboten werden, so der Manager. Er sieht hier sowohl den Bund als auch Länder und Kommunen in der Verantwortung. Beim Karlsruher Energiekonzern EnBW warteten zurzeit Windkraft-Projekte an Land von 500 Megawatt auf die Genehmigung, sagte Mastiaux der „Heilbronner Stimme“. Dies entspreche einem Investitionsvolumen von bis zu einer Milliarde Euro.

Foto: Windräder, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Hermann Dirr
    11. Februar 2020 um 14.17 — Antworten

    Wozu der Windkraftausbau, wenn die Übertragungsnetzbetreiber, zuständig für gesicherte Leistungsbereitstellung, die Windkraft mit einer Nichtverfügbarkeit von 99% wertet?

    Das bedeutet, auch in Zukunft müssen 99% konventioneller Kraftwerksleistung zur Verfügung stehen. Wie will die EnBW das bewerkstelligen?

    • W. Lorenzen-Pranger
      11. Februar 2020 um 16.59 — Antworten

      „Wozu der Windkraftausbau, wenn die Übertragungsnetzbetreiber, zuständig für gesicherte Leistungsbereitstellung, die Windkraft mit einer Nichtverfügbarkeit von 99% wertet?“

      Woher haben sie denn diese abenteuerliche Zahl? Im Übrigen ist das Thema „Kraftwerke“ für kleinere Einheiten eigentlich eins von gestern, wenn man endlich anfinge, bei Neubauten auf Null-Energie Häuser zu setzen und konsequent auf Solaranlagen auf den Dächern zu bestehen. Solaranlagen können in der Kombination mit Akkus längst den Energiebedarf eines Einfamlienehauses inclusive Auto-Aufaden decken. Ich kenne jemanden, der sein Auto ausschließlich, im Sommer und Winter, aus Solarstrom vom Dach seines Carports (!) auflädt
      Dagegen wehren sich die Energieversorger zwar noch, aber es wird dennoch in naher Zukunft kaum etawas anderes übrig bleiben – und Überlandleitungen sind dann auch kaum mehr notwendig.

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