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Drohnenfund in Leipzig: Ermittlungen wegen Sabotage und Spionage

Nach dem Fund einer mit Militärsprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle prüfen die Sicherheitsbehörden Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Sabotageakts unter möglicher Spionagebeteiligung.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Fund einer mit Militärsprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle prüfen die Sicherheitsbehörden Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Sabotageakts unter möglicher Spionagebeteiligung. Das berichtet die „Bild“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach handelte es sich bei dem Flugobjekt um eine professionelle Eigenkonstruktion, die gezielt darauf ausgelegt war, die Abwehrsysteme des Flughafens zu umgehen.

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Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) laut „Bild“ für Ende August eine internationale Krisenkonferenz von EU-Innenministern in Flensburg anberaumt. Nach Erkenntnissen der Ermittler war die Drohne mit einer hochexplosiven Mischung aus den Militärsprengstoffen Semtex und PETN präpariert, heißt es in dem Bericht. Ein technischer Defekt am Zünder verhinderte offenbar eine Detonation in der Nähe von Frachtflugzeugen der ukrainischen Fluggesellschaft Antonov Airlines.

Aufgrund von Spezial-Akkus hatte das Fluggerät die Möglichkeit, länger als normal in der Luft zu bleiben, hieß es weiter. Weil die Drohne von der Sensorik des Flughafens nicht erfasst wurde, gibt es den Verdacht, dass den Tätern vertrauliche Details über die Leipziger Sicherheitsarchitektur vorlagen. Die Ermittler gehen laut Bericht Hinweisen auf mögliche Spionage nach.

Angesichts der neuen Qualität hybrider Bedrohungen will Dobrindt die Innenminister der osteuropäischen EU-Staaten sowie der Ostsee-Anrainerstaaten zu einem Sondergipfel nach Schleswig-Holstein einladen. Das Treffen soll Ende August in der Marineschule Mürwik in Flensburg stattfinden. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem die Ressortchefs aus den baltischen Staaten, Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark, hieß es. Ziel der Beratungen ist die Koordinierung einer gemeinsamen Verteidigungsstrategie gegen unbemannte Flugsysteme und die Stärkung des Schutzes kritischer Infrastruktur.

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