Nachrichten

Dröge kritisiert Wehrdienst-Pläne

via dts Nachrichtenagentur

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge blickt kritisch auf die Pläne von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für den neuen Wehrdienst. Sein Gesetzentwurf sieht Berichten zufolge vor, dass Regierung und Bundestag die verpflichtende Heranziehung von Wehrpflichtigen veranlassen können, wenn es die verteidigungspolitische Lage erfordert und nicht genügend Freiwillige mobilisiert werden können.

„Immer am Ende zu drohen, wir glauben nicht an die jungen Leute, wir glauben nicht an die Freiwilligkeit, wir wollen deswegen schon wieder eine Verpflichtung einführen – ich finde das unkreativ, ineffektiv und auch bevormundend“, sagte Dröge den Sendern RTL und ntv. Grundsätzlich gelte, dass man niemanden zum Wehrdienst zwingen könne. Auch bei der alten Wehrpflicht habe man sich dagegen entscheiden und einen Ersatzdienst machen können. „Und deswegen muss man sich fragen: Wie überzeugt man die Menschen davon, dass sie sich freiwillig entscheiden. Das ist aus meiner Sicht der Kern, um den es geht: sich für einen Wehrdienst zu entscheiden.“

Die Bundeswehr sei „total schlecht“ darin, diejenigen, die freiwillig kommen wollen, zu halten. Dröge verweist auf die hohe Abbrecherquote beim freiwilligen Wehrdienst. „Da sind ja unheimliche Potenziale. Es gibt Probleme bei der Rekrutierung. Und das sind die Schlüssel, um tatsächlich effektiv zu mehr Menschen zu kommen, die jetzt schon freiwillig bereit wären.“ Den Fragebogen, den der Verteidigungsminister vorschlägt, würden die Grünen aber unterstützen. „Das ist aus unserer Sicht eine sehr niedrigschwellige Möglichkeit, dass sich junge Menschen auch einmal damit auseinandersetzen, ob sie das möchten.“

Anzeige

dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Dax startet leicht im Plus - Hin und Her im Zollstreit geht weiter

Nächster Artikel

Gericht: Bundesregierung muss afghanischer Familie Visa erteilen

1 Kommentar

  1. Markus
    8. Juli 2025 um 14.49 — Antworten

    Niemand, der halbwegs Hirn im Kopf hat, stellt sich selbst als Kanonenfutter zu Verfügung. Schon gar nicht für dieses lächerliche Geld. Das eigene Leben und die eigene Gesundheit (u.a. PTSD) sind halt zu wertvoll.
    Ich kann mich noch deutlich an meine eigene Schulzeit erinnern. Nach 13 Jahren mit dem frischen Abschluss in der Tasche „durfte“ man sich von Zivilversagern und Schulabbrechern die Welt erklären und schikanieren lassen. Da halfen dann auch die diversen dezent subversiven und gemeinen Gegenmassnahmen nicht viel, diesen mit der Schweinerennbahn offen/geschlossen auf den Schultern das Leben schwer zu machen. Es waren 15 verlorene Monate meiner wertvollen Lebenszeit.
    Natürlich gibt es auch heute noch Figuren a´la Kongo-Müller, denen das Morden Spass macht. Aber von sowas distanziere ich mich ausdrücklich und in aller Deutlichkeit. Wenn der wertlose Westen in Zukunft mal wieder gen Moskau marschieren und wie in der Vergangenheit Napoleon und Hitler grandios scheitern will – ohne mich. Punkt.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.