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DIW-Präsident verteidigt schärfere Corona-Maßnahmen

Passagiere in einer U-Bahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die schärferen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verteidigt. „Nicht neue Restriktionen, sondern Vertrauen und Angst der Menschen werden entscheidend für den wirtschaftlichen Schaden der zweiten Infektionswelle sein“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Der Wirtschaft – und spezifisch auch der Reisebranche, der Gastronomie und dem Einzelhandel – wird nicht durch ein Aussetzen von Restriktionen und Einschränkungen geholfen sein, wenn Menschen Angst haben und ihr Vertrauen in Wirtschaft und Politik verlieren.“

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Deshalb könne das oberste Ziel nicht die Vermeidung von neuen Restriktionen sein, sondern der „Bewusstseinswandel in den Köpfen derer, die das Virus noch immer nicht ausreichend ernst nehmen“, so der DIW-Präsident. „Es reicht nicht, wenn 80 Prozent der Menschen in Deutschland Abstands- und Hygieneregeln einhalten, nur wenn alle mitmachen kann eine zweite Infektionswelle mild und kurz bleiben.“ Entscheidend seien nicht die Regeln per se, sondern die „breite Akzeptanz aller der Abstands- und Hygieneregeln“, sagte Fratzscher.

Foto: Passagiere in einer U-Bahn, über dts Nachrichtenagentur

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