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DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen

Der Anteil der Gründungsinteressierten, die vor allem mangels Erwerbsalternativen eine eigene Firma gründen wollen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Anteil der Gründungsinteressierten, die vor allem mangels Erwerbsalternativen eine eigene Firma gründen wollen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. Das geht aus dem noch unveröffentlichten Report Unternehmensgründung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor, über den die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) berichtet.

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Demnach nahm die Zahl der Firmengründungen 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um mehr als 20.000 auf gut 171.000 zu. Zwischen 2010 und 2020 lagen die Zahlen allerdings spürbar darüber – um durchschnittlich etwa 100.000 Gründungen.

Grundlage des Berichts sind Erfahrungsberichte der rund 350 IHK-Existenzgründungsberater aus den 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie eine Auswertung zum IHK-Gründungsservice. Dem Report liegen auch Einschätzungen der IHK-Gründungsberater zugrunde.

Die Befragung der Experten fand im Frühjahr 2026 statt. Insgesamt fußt der DIHK-Report auf rund 200.000 Kontakten mit angehenden Unternehmern aus Einstiegsgesprächen, Beratungen, Gründungsveranstaltungen und Gründertagen.

„In den Beratungsgesprächen spielt immer häufiger nicht nur der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit eine Rolle, sondern auch die Sorge um die eigene berufliche Zukunft. Das ist ein zentrales Ergebnis des DIHK-Reports Unternehmensgründung 2026“, erklärte die DIHK.

Gleichzeitig beobachteten IHK-Berater bei einem wachsenden Teil der vorgelegten Geschäftskonzepte Defizite, insbesondere bei Finanzierung und kaufmännischer Planung. Häufig seien komplizierte bürokratische Regeln und das Steuerrecht die Hürden. 73 Prozent der Gründer wünschten sich einfachere Regeln, so der Gründungsreport. Das Thema liegt mit Abstand auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt ein einfacheres Steuerrecht, das sich 61 Prozent wünschen.

„Unser Report zeigt zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch. Das passt leider zur weitgehend stagnierenden Wirtschaftsentwicklung“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian. Fast vier von zehn Interessierten wollten in erster Linie gründen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in vielen Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchteten. Die Gründung sei daher oft „eher eine Ausweichstrategie als der feste Wunsch, als Unternehmerin oder Unternehmer neue Marktchancen zu erschließen“, bemängelte er.

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