Nachrichten

CDU-Chefin gegen Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro

Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Forderung der SPD nach einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro zurückgewiesen. "Wir wollen keinen politisch gesetzten Mindestlohn. Dafür gibt es die Mindestlohnkommission", sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Anzeige

Zwar werde eine Evaluierung stattfinden. Doch müsse diese Diskussion "vor allem innerhalb der Kommission und mit der Kommission geführt werden". Die CDU-Chefin kritisierte auch die Forderungen der neuen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, Cannabis zu legalisieren, eine neue Steuer für Grundbesitzer einzuführen und die US-Atomwaffen aus Deutschland zu verbannen. Diese Vorschläge seien "falsch für unser Land", sagte Kramp-Karrenbauer. Wie ernst sie gemeint seien, müsse die SPD beantworten. Das seien "natürlich Forderungen, die nicht im Koalitionsvertrag vereinbart sind. Sie berühren etwa in der Frage des Nuklearschirms ganz grundlegende Interessen unserer Sicherheitsarchitektur", so die CDU-Politikerin weiter. Sie verstärkte den Druck auf die SPD, einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben zuzustimmen. "Gerade die vergangene Woche hat gezeigt: Frieden ist alles andere als selbstverständlich", sagte die Bundesverteidigungsministerin. Was in der Welt passiere, habe "unmittelbar Auswirkungen auf Deutschland. Wir können uns davor nicht wegducken". Daher kämpfe sie dafür, dass Deutschland mehr für seine Verteidigung tue und die Bundeswehr besser ausstatte. "Das müssen wir im nächsten Haushalt und in der mittelfristigen Finanzplanung verankern", so die CDU-Chefin weiter. Im Jahr 2024 müsse Deutschland 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Dabei gehe es ihr in erster Linie um die Sicherheit der Soldaten. "Aber wir müssen auch die Fähigkeiten liefern, die wir der NATO zugesagt haben", sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich verteidigte sie den Koalitionskompromiss zur Grundrente, der "eine harte Einkommensprüfung" vorsehe. "Das Bundesarbeitsministerium muss jetzt einen Gesetzentwurf vorlegen, der unsere Eckpunkte umsetzt", forderte die CDU-Politikerin.

Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Leiharbeitnehmer und Befristete häufiger psychisch krank

Nächster Artikel

Bayern zahlt Rekordbeitrag in Länderfinanzausgleich

6 Kommentare

  1. Mayer
    15. Januar 2020 um 15.06 — Antworten

    Was hat der Mindestlohn mit unserer Bundeswehr zu tun?

    • W. Lorenzen-Pranger
      15. Januar 2020 um 22.35 — Antworten

      Gar nix. Krampf-Knarrenbauer ist auch Vorsitzende der CDU – und als solche hat sie die asozialen Standpunkte dieser Partei eben vertreten.

  2. g_h
    17. Januar 2020 um 11.09 — Antworten

    ach ooz, warum lasst ihr eigentlich kommentare öffentlich stehen, in denen menschen als „schmarotzer“ bezeichnet werden? https://de.wikipedia.org/wiki/Sprache_des_Nationalsozialismus

    • W. Lorenzen-Pranger
      17. Januar 2020 um 11.28 — Antworten

      Aaach – immer, wenn sogenannte „Konservative“ kritisiert werden, fällt denen plötzlich die, gelegentlich auch sehr an den Haaren herbeigezogene, „Moral“ ein.
      Komisch, wenns anders herum geht, kann die Sprache UND die Handlung gar nicht extrem genug sein, und wenns schon mal zu Morddrohngen oder gar Mord kommt. Hätte halt das Maul halten sollen, der Lübke zum Beispiel, nicht wahr? Und wenn sich dann „Konservative“ auch noch auf den plötzlich so bösen Nationalsozialismus berufen, bei dem man doch sonst so gern „Anleihen“ macht, um z.B. Klartext möglichst verbieten zu lassen, wirds endgültig zum ko**en.

    • 17. Januar 2020 um 11.29 — Antworten

      Moin! Das wird natürlich gelöscht. Das geht gar nicht. Danke für den Hinweis!

  3. g_h
    18. Januar 2020 um 15.07 — Antworten

    danke

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.