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Bildungsministerin fordert Umdenken im ÖPNV

Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die öffentlichen Verkehrsbetriebe zu einem Umdenken aufgerufen. „Kurzfristig muss über Maßnahmen für den Gesundheitsschutz versucht werden, das Vertrauen in den ÖPNV wieder zu verbessern“, sagte die CDU-Politikerin dem „Spiegel“. Und weiter: „Ansonsten könnten die Belastungen durch Lärm und Abgase wieder steigen.“

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Hintergund war das Ergebnis eines vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegebenen Mobilitätsreports des Meinungsforschungsinstituts infas, über das der „Spiegel“ berichtet. Demnach stiegen mehr als ein Drittel der Fahrgäste im Mai auf das Auto um. Weitere zwanzig Prozent nutzen das Fahrrad statt Bus und Bahn. „Die mobile Gesellschaft spaltet sich“, schreiben die Autoren. „Unter den oberen Zehntausend fährt gegenwärtig so gut wie niemand mehr öffentlich.“ Grund dafür sei die Angst vor einer Infektion mit Covid-19. Es wäre „fahrlässig“, sich auf eine Rückkehr zur alten Normalität zu verlassen, so die Forscher. Sie drängen auf eine Reform des ÖPNV. Nötig seien „Initiativen in Richtung Schutz, Rücksicht, Abstand – und damit alles in allem Investitionen in die Aufenthaltsqualität“. Diese sei bisher schon keine Stärke gewesen. Der Lockdown könnte die Mobilitätsgewohnheiten nun aber grundlegend verändert haben. So waren nicht nur deutlich weniger Menschen unterwegs als normalerweise, auch die Durchschnittsentfernung pro Tag schrumpfte von 40 auf zehn Kilometer. Zudem wurden 30 Prozent aller Wege zu Fuß zurückgelegt – laut Forscher ein historisches Hoch.

Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

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