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Beschwerden wegen Ärger bei Paketzustellungen nehmen zu

Pakete in einem Späti, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die für Verbraucherbeschwerden zuständige Bundesnetzagentur erwartet eine weitere Steigerung der Reklamationszahlen wegen Ärger bei Paketzustellungen. Das berichtet das RBB-Magazin „Supermarkt“.

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Die Aufsichtsbehörde verzeichnete demnach bereits 2019 eine Zunahme der Beschwerden um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen stiegen seit Jahren kontinuierlich, sagte eine Behördensprecherin dem RBB. „Wir hatten 2010 2.000 Beschwerden. 2019 18.000. Und es ist auch zu erwarten, dass das weiter steigt.“ Die Gewerkschaft Verdi sieht die Hauptgründe für Reklamationen im steigenden Leistungsdruck.

„Die Paketzusteller haben natürlich eine enorme Belastung“, sagte eine Verdi-Sprecherin. „Die stehen auch unter Zeitdruck, teilweise stellen die bis 100 zu 200 Pakete am Tag zu.“ Und da kann man sich schon vorstellen, dass da an der einen oder anderen Ecke auch mal geschlampt werde oder die Beschäftigten einfach überlastet seien unter dem hohen Zeitdruck. Für Streitigkeiten ist bei der Bundesnetzagentur eine Schlichtungsstelle eingerichtet.

Allerdings lehnt ein Großteil der Paketdienstleister die Teilnahme an Schlichtungsverfahren bereits in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ab.

Foto: Pakete in einem Späti, über dts Nachrichtenagentur

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