„Alarmstufe Rot“ kritisiert Corona-Kulturpolitik der Regierung
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandsvorsitzende der Kultur-Lobby „Alarmstufe Rot“, Tom Koperek, hat die Corona-Politik der Bundesregierung mit Blick auf die Kulturbranche scharf kritisiert. „Wenn man sich anschaut, wie die Regierung agiert, dann kann man nur sagen, was Frau Grütters von sich gibt, sind nur Lippenbekenntnisse“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“ (Freitagsausgabe).
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte davon gesprochen, dass ihr das Herz blute angesichts der Einschränkungen im Kulturbereich. „Sie hat für den Kulturbereich, für den sie verantwortlich ist, ein für ihre Verhältnisse ambitioniertes Budget mit ‚Neustart Kultur‘ aufgelegt“, räumte Koperek ein, kritisierte allerdings: „Man muss aber fragen, wie viel davon tatsächlich ausbezahlt worden ist.“ Dabei komme ein einstelliger Prozentbereich heraus. „Daran kann man die Ernsthaftigkeit ihrer Aussage messen.“
Die überwiegende Mehrheit der Kulturschaffenden hat seit drei Monaten noch keine Novemberhilfen von der Bundesregierung erhalten. „Wir sprechen bei uns intern nicht mehr von Novemberhilfe, sondern von Osterhilfe“, da das Osterfest zeitlich mittlerweile näher liege als der 1. November. Die Regierung habe es „fahrlässig versäumt“, jene Branche aufzufangen, der sie durch den Lockdown die Existenzgrundlage entzogen habe. „Den Soloselbstständigen und Einzelunternehmern muss mit einer Betriebskostenpauschale geholfen werden, die mindestens 1.500 Euro zusätzlich zur Grundsicherung beträgt oder 2.500 Euro pro Person ohne Grundsicherung“, forderte Koperek.
Foto: Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur
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1 Comment
W. Lorenzen-Pranger
28. Januar 2021 @ 18.14
Aber Karstadt – Galeria, längst vor „Corona“ ein seit mehr (!) als einem Jahrzehnt dahinsiechendes „Unternehmen“ ohne ausreichend Kunden, bekommt MIllionenbeträge. Ich zweifle am Geisteszustand all zu vieler Politiker in dieser Regierung.