Filmfest gibt ersten Programmeinblick

Torsten Neumann stellte Teile des Programms und den Festival-Trailer vor.
Foto: Finn Gohra
Die 33. Ausgabe des Internationalen Filmfestes Oldenburg zeigt Mitte September Spielfilmdebüts und neue Werke aus dem Independent-Genre. Neue Begleitveranstaltungen und Aktionen im Stadtraum sind ebenfalls geplant: „Wir werden vermehrt in der Innenstadt eine Sichtbarkeit für das Festival herstellen, und mehr verrate ich da noch nicht“, so Neumann.
Erste Programmhighlights
Zu den ersten angekündigten Deutschlandpremieren zählt „Roma Elastica“ von Bertrand Mandico. Marion Cotillard und Noémie Merlant spielen in der Geschichte über eine Schauspielerin, die 1982 für einen Science-Fiction-Film nach Rom reist.
In Marjorie Conrads „The Joyless Economy“ zeichnet der filmische Essay anhand einer privaten Videosammlung das Porträt einer unbekannten Frau und verbindet Fragen nach Begehren, Sexualität und Filmleidenschaft.
Edgar Pêra verknüpft in „Asphalt Guerilla“ politische Geschichte mit Filmgeschichte. Im Mittelpunkt stehen eine portugiesische Amateur-Guerillazelle der 1980er Jahre und der spätere Versuch, ihre Geschichte zu verfilmen.
Vincent Grashaws „Bruton“ erzählt von einem Kleinkriminellen aus Jacksonville, der nach einer Verurteilung mehrere Jahre im Gefängnis verbringen muss. Als Gast wird neben Mitgliedern der Produktion auch Bryan Bruton in Oldenburg vor Ort sein. Seine persönliche Geschichte lieferte die Inspiration für den Film.
Als Europapremiere kündigt das Festival Josef Brandls „Superbuhei“ an. Oliver Korittke spielt darin zwei Zwillingsbrüder. Die in Hannover gedrehte Tragikomödie markiert Brandls Spielfilmdebüt und enthält einen Auftritt von Scorpions-Sänger Klaus Meine.
Mindestens fünf Titel sollen in Oldenburg ihre Weltpremiere feiern. Matthew Osubors „Big Daddy’s Flowers“ begleitet einen Blumenlieferanten in Providence, der erst spät erkennt, welchem Geschäft er tatsächlich dient.
Boris Mojsovskis „Foreign Tongue“ verarbeitet Erfahrungen von Migration, Sprachbarrieren und kulturellen Missverständnissen.
Michael Polish erzählt in „Kill Me Now“ von einer Autorin, deren Thriller zunehmend mit ihrem eigenen Leben verschmilzt.
Mylissa Fitzsimmons erzählt in »Mackenzie« über ein junges Mädchen das von zu Hause wegrennt, um ihren Kindheitsschwarm zu heiraten, den Schauspieler Mackenzie Astin. Nachdem sie sich in der Wüste verirrt hat, erkundet sie die Grenzen der Kindheit.
Srdjan Janicijevic verbindet in „You Won’t Believe What Happened Before“ Politthriller und Roadmovie: Zwei Journalisten geraten nach dem Fund eines belastenden Videos in eine Geschichte um Macht, Erpressung und Mord.
Diese Termine stehen fest
Die erste Veranstaltung beginnt schon am 26. August mit einer Vorführung von John Carpenters „Dark Star“ im Polyester. Der Film liefert in diesem Jahr die Inspiration für den Filmfest-Trailer. Im Hotel Hiive folgt am 3. September eine Happy Hour inklusive neuem Filmfest-Cocktail und Musik.
Am 7. September läuft dann um 20 Uhr die Trailershow im Cine k. Auch der Fotowettbewerb kehrt zurück. Anmeldungen sind bis zum 4. September möglich.
Die erste Ausgabe des „Filmfest Penthouse“ wird am 9. September im Polyester produziert. Geplant sind Live-Interviews mit Filmschaffenden, Musik und das Zeigen von Filmausschnitten. Weitere Sendungen folgen am 17. und 18. September, jeweils um 16 Uhr. Besucher/innen können die Sendungen vor Ort kostenlos verfolgen.
Zoë Bell als Ehrengast
Als erste Ehrengästin ist die neuseeländische Stuntfrau und Schauspielerin Zoë Bell angekündigt. Sie arbeitete unter anderem als Stuntdouble für Uma Thurman in „Kill Bill“ und übernahm später selbst eine Hauptrolle in Quentin Tarantinos „Death Proof“. Das Filmfest wird vier ihrer Filme zeigen. Bell wird während des gesamten Festivals vom 16. bis 20. September in Oldenburg zu Gast sein.
Die Spielorte
Eröffnung und Abschlussgala finden in diesem Jahr im Oldenburgischen Staatstheater statt. Die Filmfest-Gala am Freitag, 18. September, zieht erstmals ins Globe Theater. Filme laufen außerdem im Casablanca, dem Cine k und im theater hof/19.
Der Filmfest-Trailer
Der diesjährige Festivaltrailer greift John Carpenters Debüt „Dark Star“ von 1974 auf. Carpenter schrieb den Science-Fiction-Film gemeinsam mit Dan O’Bannon. Das Filmfest überträgt das Motiv einer langen Reise durchs All auf die eigene Festivalgeschichte. Der Trailer solle daran erinnern, „dass Kultur streitbar sein muss und bleiben muss“, so der Leiter Torsten Neumann.
Tickets und weitere Informationen
Karten gibt es ab dem 7. September im Ticketing-Center bei DiKA Eyewear (Bergstraße 1), in der Tourismus-Information (Lange Straße 3), in der Kulturetage (Bahnhofstraße 11) sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Zudem ist eine Ticket-Hotline unter 069 90283986 eingerichtet. Weitere Informationen über das diesjährige Filmfest gibt es unter www.filmfest-oldenburg.de
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