Festival

Freifeld: Sogar die Sonne lacht

Ina Lehnert-Jenisch, Amon Thein, Lars Kaempf und Katrin Windheuser im Rahmen der Freifeld Pressekonferenz auf dem Gelände der ehemalige Donnerschweer Kaserne.

Ina Lehnert-Jenisch, Amon Thein, Lars Kaempf und Katrin Windheuser auf dem Gelände der ehemalige Donnerschweer Kaserne.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg/am – Das neue Oldenburger Festival Freifeld steht in den Startlöchern. Mehr als 20 Kreative und über 100 Helfer haben es vollbracht: Am Freitag, 23. August, geht es auf dem Gelände der ehemalige Donnerschweer Kaserne los. Und ein Blick auf die Wettervorhersage verrät, dass auch das Wetter an den drei Festivaltagen bis Sonntag, 25. August, mitspielt.

Im Mittelpunkt des Freifeld-Festivals stehen nicht nur zahlreiche Bands, sondern unterschiedlichste Kreativbereiche geben sich hier ein Stelldichein. Ausstellungen, Workshops, Film- und Theateraufführungen, es gibt viel zu entdecken. Für die Organisatoren sei das Projekt mit drei Tagen kreativem Überfluss längst eine Herzenssache geworden, schwärmt Lars Kaempf vom Verein Freifeld. Dazu haben die mehr als 100 Freiwilligen, die das Gelände an zwei Helferwochenenden festivaltauglich gemacht haben, beigetragen. Ihm kam im vergangenen Sommer während des Illustratoren-Festivals die Idee, eine Veranstaltung für alle Kulturbereiche auf die Beine zu stellen. Die ehemalige Kaserne mit ihren Stuben, Panzergaragen und Plätzen bot das ideale Freifeld für die Realisierung.

Während der Vorbereitungszeit trafen mehr als 40 Bewerbungen für Ausstellungen ein, wovon 25 realisiert werden können. Illustratoren, Zeichner, Fotografen und anderen zeigen ihre Werke. Lesungen, Poetry Slams, Installationen und der Freifeld Club versprechen spannende Tage.

Die Besucher können sich auf Skate-Kultur des Ostberlins der 80er Jahre bei „This ain’t California“ und die Britisch-Schwedische Produktion „Searching for Sugarman“ freuen, so die Organisatoren zu einigen Höhepunkten. Das Internationale Filmfest Oldenburg zeigt „Zabriskie Point“, ein Anarcho-Klassiker aus den Siebziger Jahren.

Auf dem Freifeld kann auch jeder mitgestalten. Workshops wie Improvisationstheater, kreatives Schreiben oder die Erstellung eines Salatbaums mit automatischer Bewässerung werden angeboten. Ganz speziell ist ein Super-8-Film-Projekt, denn nach der erlernten Kunst und Technik werden die Filme in OLs-Bier entwickelt. So kommt Lokalkolorit mit Augenzwinkern ins Spiel. Diese Beiträge werden Teil einer Dokumentation. Dazu kann jedoch jeder Besucher beitragen, denn der Verein bittet um alle Bewegtbilder, die während des Festivals entstehen, um daraus einen Film zu schneiden.

Ina Lehnert-Jenisch von der städtischen Wirtschaftsförderung ist begeistert: „Das ist ein fantastisches Projekt für die Stadt. Es lebt von seinen Initiatoren und umfasst eine große Bandbreite der Kreativbranchen. Außerdem ist es auch nach außen hin gut für Oldenburg“. Die freudige Erwartung steht allen Organisatoren ins Gesicht geschrieben. „Wir sind wahnsinnig aufgeregt“, sagt Kaempf. Und auch Katrin Windheuser vom Freifeld-Verein steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben: „Das wird großartig. Wir freuen uns riesig darauf, dass es nächste Woche losgeht“.

Rollsportflohmarkt

Am 25. August, 10 bis 17 Uhr, veranstaltet der 1. Oldenburger Skateboardverein (1. OSV) ein Rollsportflohmarkt in der Skatehalle, Block 14. Stände sind mitzubringen. Parallel läuft ein Training. Für weitere Fragen ist das Team des 1.OSV unter diesen Nummern zu erreichen: 04 41 / 408 36 73 und 01 52 / 05 27 07 42.

Finanzierung

Mit viel ehrenamtlicher Arbeit, 8000 Euro vom Kulturbüro und 6000 Euro von der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg und einem erfolgreichen Crowdfunding, an dem sich mehr als 130 Menschen beteiligt haben und knapp 5600 Euro sammelten, ist die Realisierung des Freifeld-Festivals möglich geworden. „Deshalb wird es auch eine zweite Bühne geben“, freut sich Amon Thein vom Verein Freifeld. Ausserdem konnte die Band Kafka Tamura eingeladen werden. Die Veranstalter hoffen auf 1000 Besucher, auf das Gelände dürfen 2000 Gäste. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, so Thein.

Eintritt

Die Eintrittskarten für alle drei Festivalkarten kosten 29 Euro. Tageskarten – solange welche vorrätig sind – werden 19 Euro kosten. Tickets gibt es auf der Freifeld-Website und bei der Oldenburger Tourist Information, Woyton (Lange Straße), Ecocion, Polyester und dem Plattenladen „Ear“ in Bremen.

Und wie geht es weiter?

„Wir haben noch so viele Ideen, die wir nicht verwirklichen konnten“, so Lars Kaempf. Deshalb würde es auch im kommenden Jahr ein Festival geben. „Freifeld soll auf Dauer etabliert werden“, wünscht sich Amon Thein. Allerdings müsse das an anderer Stelle stattfinden, denn im Frühjahr beginnen in der ehemaligen Kaserne die Umbauarbeiten. Ein neues Freifeld haben die Vereinsmitglieder auch schon im Blick, darüber wollen sie jetzt aber noch nichts verraten.

Gut zu wissen

Rund 200 Zeltplätze stehen auf dem Gelände zur Verfügung.
Der Eingang befindet sich an der Kranbergstraße.
Jugendliche bis 18 Jahren können mit einem Erlaubnisschreiben der Eltern und in Begleitung einer volljährigen Person am Festival teilnehmen.

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