Wirtschaft

Erste Meisterbriefe für Kosmetikerinnen

Kirsten Gnutzmann, Britta Sweers, Roswitha Janßen und Silvia Deymann haben die Meisterprüfung für Kosmetikerinnen vor der Handwerkskammer Oldenburg bestanden.

Die ersten Kosmetikmeisterinnen im norddeutschen Raum (von links): Kirsten Gnutzmann, Britta Sweers, Roswitha Janßen und Silvia Deymann. Svetlana Kaiser und Gina Rebel haben schon die Fachpraxis und Fachtheorie bestanden. Gleiches gilt für Vera Nordqvist und Patricia Rosiak, die auf dem Foto fehlen.
Foto: Handwerkskammer

Oldenburg (am/pm) Kirsten Gnutzmann, Britta Sweers, Roswitha Janßen und Silvia Deymann haben die Meisterprüfung vor dem Ausschuss der Handwerkskammer Oldenburg bestanden. Vier weitere sind schon mit den Teilen I (Fachpraxis) und II (Fachtheorie) fertig. Das Besondere: Bis zum vergangenen Jahr gab es in Deutschland keinen Meistertitel für ihren Bereich.

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Anders als bei zulassungspflichtigen Handwerken führen sowohl Kirsten Gnutzmann als auch Britta Sweers bereits erfolgreiche Unternehmen. „Ich habe mich im Alter von 52 Jahren zur Meisterausbildung entschlossen, da ich es für extrem wichtig halte, dass das Berufsbild der Kosmetikerin endlich einen höheren Stellenwert erhält“, sagt die Wilhelmshavenerin Britta Sweers. Auch für die 49-jährige Kirsten Gnutzmann aus Kiel ist intensive Weiterbildung im innovativen Kosmetikgewerbe besonders wichtig. „Außerdem ist es die erste Prüfung in unserem Beruf, die deutschlandweit eine Vergleichbarkeit schafft“, sagt sie.

Bereits kurz nach der Einführung des meisterlichen Befähigungsnachweises hatte die Fachlehranstalt des niedersächsischen Friseurhandwerks die „Kosmetik-Meisterschule“ in Oldenburg aus der Taufe gehoben. Zehn Monate später kann jetzt die erste Gruppe den Meistertitel führen. Antje Krebs, Vorsitzende des Meisterprüfungsausschusses, gratulierte dazu im Namen der Handwerkskammer: „Mit Willenskraft und Durchhaltevermögen haben Sie sich über ein Jahr hinweg diesen Titel hart erarbeitet. Meister sein ist immer auch eine Einstellungssache. Sie führen das Handwerk in die Zukunft“, sagte Krebs.

Elke Fresemann, Fachbereichsleiterin Kosmetik innerhalb der Fachlehranstalt des niedersächsischen Friseurhandwerks, hat schon seit zwölf Jahren Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den „geprüften Kosmetiker HWK“ vorbereitet. Nach langem Hoffen auf den Meisterbrief im Kosmetikgewerbe wirkte sie bei der Gestaltung des Rahmenlehrplans mit und hat durch die Entwicklung des ersten Kurses ein spannendes Jahr erlebt. „Wir bieten die Vorbereitungen auf die Teile I und II, also Fachpraxis und Fachtheorie, berufsbegleitend an“, erklärt Elke Fresemann. Die Teile III (wirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse) und IV (berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse) finden neun Wochen lang in Vollzeit statt.

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