Grüne fordern mehr Respekt und Geschlechtergerechtigkeit im Gesundheitswesen
Die niedersächsischen Grünen haben nach einer bundesweiten Befragung des Marburger Bundes zu Machtmissbrauch und sexueller Belästigung im Klinikalltag Konsequenzen gefordert. Die Ergebnisse zeigten ein alarmierendes Bild eines strukturellen Problems, das auch für Niedersachsen von großer Relevanz sei, teilte die Landtagsfraktion am Mittwoch mit.
Die gesundheitspolitische Sprecherin Eva Viehoff erklärte, Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung seien keine Einzelfälle, sondern spiegelten strukturelle Probleme wider.
Grenzüberschreitungen seien weit verbreitet und hätten bislang selten Konsequenzen. In einem Flächenland wie Niedersachsen, das auf eine funktionierende Gesundheitsversorgung angewiesen sei, könne man sich die dargelegten Zustände nicht leisten.
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Die frauenpolitische Sprecherin Tanja Meyer betonte, die Umfrage mache deutlich, dass viele Vorfälle nicht ernst genommen, relativiert oder nicht konsequent aufgearbeitet würden.
Dies untergrabe das Vertrauen in die Anlaufstellen. Ein diskriminierungsfreies und respektvolles Miteinander sowie gelebte Geschlechtergerechtigkeit seien grundlegende Voraussetzungen für gute Arbeitsbedingungen, auch und gerade im Gesundheitswesen.
dts Nachrichtenagentur




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