Start-up-Verband fordert Lockerung des Kündigungsschutzes
Die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Start-up-Verbands plädiert für eine Flexibilisierung des Kündigungsschutzes für Arbeitnehmer mit höheren Einkommen.
„Die Kosten für Fehler sind zu hoch in diesem Land“, sagte Verena Pausder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Wenn beispielsweise Start-up-Gründer in der Findungsphase die falsche hochqualifizierte Person einstellten, die doch nicht ins Unternehmen passe, koste es „sehr viel Geld und Energie“, sich wieder zu trennen. „Eines der Hauptprobleme deutscher Start-ups ist, dass sie nicht genug atmen können“, so Pausder.
Die Unternehmerin spricht sich indes nicht für eine flächendeckende Abschaffung des Kündigungsschutzes aus, sondern könnte sich auch eine eigene Regelung für junge Unternehmen vorstellen. „Man könnte das zum Beispiel an die Anzahl an Jahren nach der Gründung knüpfen“, sagte Pausder. Es gehe im Start-up-Bereich um Talente, die recht leicht einen neuen Arbeitgeber finden würden. Und auch wenn sie nicht sofort eine neue Beschäftigung fänden, können sie mit dem zuvor bezogenen Gehalt „locker ein paar Monate überbrücken“.
Pausder spricht sich darüber hinaus für eine „klar definierte Abfindungsregel“ aus, die langwierige Verfahren von Kündigungsschutzklagen verhindere. Diese kämen ohnehin nur zu Ergebnissen, die im Grunde schon vorher feststünden. „Das würde nicht nur den Betroffenen und den Unternehmen viel Geld und Aufwand sparen, sondern auch den Gerichten jede Menge Arbeit.“
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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