SPD verschärft Sicherheitsvorkehrungen wegen „K.o.-Tropfen“

SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD-Bundestagsfraktion will künftig bei ihren Veranstaltungen speziell geschultes Personal einsetzen, um gegen mutmaßliche Attacken mit sogenannten „K.o.-Tropfen“ gewappnet zu sein. Die Parlamentarische Geschäftsführerin Katja Mast stellte den Abgeordneten am Montagabend ein neues „Sicherheits- und Präventionskonzept“ vor, das unter anderem sogenannte „Awareness-Teams“ bei großen Fraktionsveranstaltungen vorsieht, schreibt der „Spiegel“.

Diese „Awareness-Teams“ sind sonst üblicherweise nur auf Festivals und in manchen Clubs unterwegs, die für ihren Drogenkonsum bekannt sind. Dazu gesellen sich nun also auch SPD-Events: „Wir sind davon überzeugt, dass solche Veranstaltungen neue Instrumente brauchen“, sagte Mast dem „Spiegel“. Das „Awareness-Team“ stehe „Personen verbindlich und unterstützend zur Seite, wenn sie auf Veranstaltungen negative Erfahrungen machen“. Daneben soll es künftig bei Großveranstaltungen eine Kontakttelefonnummer geben, an die sich besorgte Gäste wenden können.

Anzeige

Außerdem sind strengere Einlasskontrollen geplant, bei denen sich die Besucher unter anderem ausweisen müssen. Nach dem Sommerfest der Fraktion am 6. Juli in Berlin hatten mehrere Gäste über Symptome wie Schwindel, Unwohlsein und Erinnerungslücken geklagt, überwiegend Frauen. In sieben Fällen nahm die Polizei Ermittlungen auf. Der Verdacht steht im Raum, dass zumindest einem Teil der Betroffenen unbemerkt sogenannte „K.o.-Tropfen“ verabreicht worden waren.

Als „K.o.-Tropfen“ kommen unzählige Substanzen infrage, viele davon werden auch freiwillig konsumiert. Dass regelmäßig Gästen auf Partys solche Mittel heimlich untergejubelt werden, halten manche Experten gar für eine urbane Legende – stattdessen könnte oft auch absichtlicher Alkohol- und Drogenkonsum hinter den Symptomen stecken. Einzelfälle sind aber nie auszuschließen, erschwerend kommt hinzu, dass es Substanzen gibt, die nur kurze Zeit im Körper nachweisbar sind. Laut „Spiegel“-Bericht holten sich die Genossen auch Rat von Veranstaltungsagenturen, Sicherheitsdienstleistern und der Polizei.

Außerdem sollten Abgeordnete und Mitarbeiter Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheitslage bei großen Treffen und Festen machen.

Foto: SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenSelenskyj warnt vor BudgetdefizitNachrichtenLandarztquote: Erste Verfahren gegen MedizinstudentenNachrichtenThüringen verlangt mehr Transparenz bei Bonitätsbewertung
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMann stirbt nach Schusswaffenangriff in VerdenNiedersachsenMotorradfahrer in Osnabrück nach Kollision mit Reh schwer verletztNiedersachsen73-Jähriger stirbt bei Unfall in LingenNiedersachsenVerletzte bei Unfall und Angriff in SalzgitterNachrichtenRotkäppchen-Mumm warnt vor Erhöhung der SchaumweinsteuerNiedersachsenSchwere Körperverletzung auf Schützenfest in Garrel
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok