Röttgen hat Theorie für Geheimnisverrat im Verteidigungsausschuss

Norbert Röttgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach dem mutmaßlichen Geheimnisverrat im Verteidigungsausschuss des Bundestages hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen Vermutungen zur Motivation für die verbotene Informationspreisgabe geäußert.

„Klar ist auch von außen betrachtet, dass aus der als geheim eingestuften Sitzung des Verteidigungsausschusses Informationen ausgeplaudert und diese mit einseitigen Bewertungen verbunden wurden, alles in der durchsichtigen Absicht, die Position des Kanzlers zu stützen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). „Mitglieder des Ausschusses von CDU/CSU, FDP und Grünen haben den Bewertungen ausdrücklich widersprochen und klargestellt, dass die Sitzung des Verteidigungsausschusses sie in ihrer Position, Taurus zu liefern, bestärkt habe“, sagte er.

Anzeige

Gleichzeitig widersprach Röttgen den von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Regierungsbefragung geäußerten Vorwürfen gegen seine Person: „Ich bin nicht Mitglied des Verteidigungsausschusses und war deshalb auch nicht in dessen Sondersitzung“, sagte Röttgen. „Ich verfüge auch über kein Sonderwissen, das nicht öffentlich ist. Die Vorwürfe des Bundeskanzlers gegen mich sind haltlos.“

Als Röttgen den Kanzler in der Regierungsbefragung dafür kritisierte, sich der Taurus-Lieferung an die Ukraine in den Weg zu stellen, hatte der Bundeskanzler geantwortet: „Was mich aber ärgert ist, sehr geehrter Abgeordneter, lieber Norbert, dass du alles weißt, und eine öffentliche Kommunikation betreibst, die darauf baut, dass dein Wissen kein öffentliches Wissen ist.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Norbert Röttgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenKöln soll Abschiebehilfe abgelehnt haben – Rufe nach KonsequenzenNachrichtenFDP zeigt sich offen für Absprachen mit den „Freien Wählern“NachrichtenDobrindt will Verfassungsschutz zu aktivem Geheimdienst umbauen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenNiedersächsisches Landeskabinett gibt 4,7-Milliarden-Programm für Kommunen freiNiedersachsenNiedersächsischer Landtag wird am 26. September 2027 neu gewähltNachrichtenDax dreht leicht ins Minus – Kaufargumente gehen ausBremenSuper-Recognizer erkennt Taschendieb im Bremer Hauptbahnhof wiederNiedersachsenSchwerverletzte Frau bei Verkehrsunfall in HarenNiedersachsenHochvoltbatterie eines Elektroautos brennt in Aurich-Plaggenburg
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok