Relaxdays-Gründer sorgt sich um Fachkräfte in Sachsen-Anhalt

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Gründer und -Chef des Onlinehändlers Relaxdays, Martin Menz, sorgt sich angesichts der politischen Lage in Sachsen-Anhalt um die Gewinnung internationaler Fachkräfte. „Da mache ich mir Sorgen um unsere Zukunft“, sagte Menz dem „Handelsblatt“. Bei Relaxdays würden viele wichtige Arbeiten von internationalen Kollegen erledigt, darunter viele Leistungsträger, die entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beitrügen.
Der Onlinehändler mit Sitz in Halle (Saale) beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell rund 400 Mitarbeiter, 130 von ihnen hätten einen internationalen Hintergrund. „Wir stehen für Vielfalt und das wird auch so bleiben“, sagte Menz. In Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September führt derzeit die AfD, deren Landesverband vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft ist.
Menz sagte, er empfinde die Situation als angespannt. Die bevorstehende Wahl gebe ihm zu denken, wo Sachsen-Anhalt jetzt stehe, wie das mit der Kultur seines Unternehmens vereinbar sei und wie es nach der Wahl weitergehe. In Gesprächen mit anderen Unternehmern habe er den Eindruck, dass sich einige ein bisschen verloren fühlen. „Ich kenne ehrlicherweise keinen Unternehmer, der die AfD wählt“, sagte Menz. Er vermisse jedoch auch bei Politikern anderer Parteien „das positive Gestalten“.
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