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Özdemir kritisiert Vorstoß aus der CDU zur Teilzeitarbeit

via dts Nachrichtenagentur

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, hat den Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels zur Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit scharf kritisiert.

„Wer von Lifestyle-Teilzeit fabuliert, hat offensichtlich wenig Kenntnis von der Lebensrealität vieler Familien in unserem Land“, sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er erwarte von der führenden Regierungspartei, „dass sie sich um das kümmert, was Frauen und Wirtschaft in unserem Land wirklich umtreibt: Wir brauchen mehr Ganztag, mehr Kita- und Krippenplätze und bessere steuerliche Anreize für Vollzeit.“

So könne ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet werden. Wahlfreiheit könne es nur geben, wenn die Voraussetzungen stimmten. „Wir haben die bestausgebildete Generation von Frauen“, so der frühere Bundesminister und Grünen-Chef. „Viele von ihnen wollen mehr arbeiten, wir sollten ihnen endlich den Weg dafür freimachen.“

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU hat für den kommenden Parteitag einen Antrag eingebracht, nach dem der bisher geltende Rechtsanspruch auf Teilzeit abgeschafft werden soll. Vorgesehen sind lediglich Ausnahmen zur Versorgung von Kindern oder für Menschen, die Angehörige pflegen.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    27. Januar 2026 um 8.21 — Antworten

    Es ost schon mehr als auffällig, womit sich diese Bundesregierung so beschäftigt um vom wesentlichen Themen abzulenken. Die Gas-Vorräte reichen womöglich nicht, aber man mischt sich in private, womöglich aus der Not geborene, Entscheidungen der Bürger ein. Was die „Ampel“ an konkreten Vorsorge-Maßnahmen selbst in einer akuten Energiekrise für selbstverständlich hiel, nämlich die Bedürfnisse der Bürger in den Vordergrund zu stellen, verkehrt dieser Dilletantenhaufen ins Gegenteil, er mischt sich ins Private ein und schert sich ums Kollektive, erste Aufgabe einer Regierung, nicht. Vermutlich eine Folge der Covid-Maßnehmen, als man schon mal geübt hat, wie weit man das Volk gängeln kann. Die Menschenverachtung in diesem Land schreitet munter voran – und das Volk läßt sich alles gefallen?

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