Historikerin warnt Unternehmen vor Nähe zur AfD

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Unternehmen sollten nach Einschätzung der Historikerin Andrea Schneider-Braunberger eine klare Abgrenzung zur AfD und anderen politischen Rändern wahren. Wer eine Partei normalisiere, mache sie salonfähig – und bekomme bei einem Eintritt in eine Regierung „immer die ganze Partei“, sagte die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte dem „Handelsblatt“.
Als historische Lehre verwies Schneider-Braunberger darauf, dass sich Unternehmer zunächst ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang mit dem nationalsozialistischen Regime arrangiert hätten. Erst ab 1936/37, als Rohstoffe, Arbeitskräfte und Devisen knapp geworden seien, traten sie ihren Angaben zufolge „scharenweise“ in die NSDAP ein, um den Fortbestand ihrer Unternehmen zu sichern. Die ideologische Nähe zum Nationalsozialismus habe Unternehmern häufig keinen wirtschaftlichen Vorteil gebracht.
Schneider-Braunberger sieht angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung Parallelen zur Weltwirtschaftskrise. Heute könnten Unternehmen jedoch auf mehr als 70 Jahre positive Demokratieerfahrung aufbauen und zum gesellschaftlichen Ausgleich beitragen.
NiedersachsenIG Metall kündigt ab 1. November Warnstreiks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an
NiedersachsenBundespräsident: Midyatli kritisiert Dauer der Kandidatensuche
BremenWetterbericht für Niedersachsen/Bremen (30.10.2026)
NachrichtenHessens Innenminister fürchtet Linksextremisten bei Gen-Z-Protesten
NachrichtenKrings nennt Enthüllungen über Eralp „erschütternd“
NachrichtenPrien ruft Jugendliche zu friedlichem Protest auf
