Ex-Schin-Bet-Chef kritisiert Israels Vorgehen im Gazastreifen

Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der frühere Leiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Ami Ajalon, kritisiert das militärische Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen scharf.

„Der Krieg, den wir führen, ist sehr problematisch“, sagte Ajalon der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es sei ein „Verteidigungskrieg“, aber „jeder Krieg muss irgendwann enden, und dafür braucht es ein klares politisches Ziel“. Genau das verweigere die Regierung aber.

Anzeige

Die militärischen Erfolge Israels betrachtet Ajalon skeptisch: „Jeder Schritt, den wir tun, führt uns tiefer ins Schlamassel.“ Das wirksamste Mittel gegen die Hamas wäre aus seiner Sicht „ein politischer Horizont“ – also „Frieden, das Ende der Besatzung“. „Israel sollte morgen verkünden: Wir führen nicht Krieg gegen die Palästinenser, sondern nur gegen die Hamas.“

Ajalon erwartet allerdings keine Initiative von Israel für einen Friedensprozess. „Die Initiative dazu wird wohl nicht von uns kommen. Beziehungsweise nur als Reaktion auf Forderungen der internationalen Gemeinschaft“, sagte er. „Die sollte endlich in einer Sprache mit uns reden, die wir verstehen. Sie sollte uns sagen, dass genug genug ist.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenGrüne werfen Regierung „Schwäche pur“ gegenüber Russland vorNachrichtenPellmann: CDU muss auf Linke zugehenNachrichtenUnionspolitiker fordern Nachbesserung der Steuerreform
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenForsa: AfD bleibt auf Rekordkurs – Merz auf Allzeit-TiefNiedersachsenPolizeieinsatz nach mutmaßlicher Bedrohung in HildesheimNachrichtenKöln soll Abschiebehilfe abgelehnt haben – Rufe nach KonsequenzenNachrichtenFDP zeigt sich offen für Absprachen mit den „Freien Wählern“NiedersachsenNiedersächsisches Landeskabinett gibt 4,7-Milliarden-Programm für Kommunen freiNiedersachsenNiedersächsischer Landtag wird am 26. September 2027 neu gewählt
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok