Nachrichten

Corona-Hilfspakete werden weniger stark genutzt als erwartet

500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die umfangreichen Hilfspakete der Bundesregierung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden bisher in einem geringeren Umfang genutzt als erwartet. Das geht aus einer internen Übersicht des Bundesfinanz- und des Wirtschaftsministeriums hervor, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben) berichten. Demnach wurden bislang rund 1,65 Millionen Anträge für Soforthilfen für kleine Unternehmen und Selbständige gestellt.

Anzeige

Davon seien 1,1 Millionen Anträge mit einem Gesamtvolumen von neun Milliarden Euro bewilligt worden, heißt es in der Aufstellung weiter. Allein im Bundeshaushalt sind für dieses Programm allerdings 50 Milliarden Euro reserviert. Die Zahl der potenziell Antragsberechtigten hatte das Bundesfinanzministerium auf drei Millionen geschätzt. Auch die Nachfrage nach den neuen Kreditprogrammen der staatliche Förderbank KfW hält sich bislang in Grenzen: Laut der Übersicht liegen derzeit 13.231 Anträge mit einem Volumen von 26 Milliarden Euro vor, von denen 12.992 in einem Umfang von rund 8,5 Milliarden Euro schon bewilligt wurden. Die Mittel für das Corona-Sonderprogramm der KfW sind nach einem Beschluss der Bundesregierung unbegrenzt. Die Möglichkeit, wegen der Coronakrise die Steuern zu stunden oder Vorauszahlungen zu ändern, wird bislang ebenfalls nicht stark genutzt: In Bearbeitung seien Stundungsanträge mit einem Volumen von 660 Millionen Euro, heißt es in der Übersicht des Bundesfinanz- und des Wirtschaftsministeriums, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben) berichten. Bewilligt worden sei bereits die Stundung von 200 Millionen Euro. Für abweichende Steuer-Vorauszahlungen würden derzeit Anträge mit einem Umfang von 17 Millionen Euro bearbeitet. Hier wurde den Angaben zufolge bereits ein Volumen von 65 Millionen Euro bewilligt. Zum Vergleich: Der Bund nimmt pro Jahr Steuern von rund 300 Milliarden Euro ein.

Foto: 500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Ziemiak rechnet noch in diesem Jahr mit CDU-Vorsitz-Wahl

Nächster Artikel

Renault-Deutschlandchef plädiert für Abwrackprämie